Der amerikanische Videospiele-Händler GameStop versucht sich neu zu erfinden, um wieder nach oben zu kommen. Eine ganze Reihe von Veränderungen sollen dafür in nächste Zeit umgesetzt werden. CEO George Sherman wird diese allerdings nicht begleiten.

Vorstandschef tritt zurück

Seit Anfang dieser Woche ist bekannt, dass GameStops CEO George Sherman das Unternehmen spätestens bis Juli verlassen wird. Seit 2019 ist Sherman der Chef von GameStop gewesen. Das Bedauern über seinen Rücktritt hält sich aufgrund von mangelnden Erfolgen allerdings in Grenzen.

Laut Reuters soll er intern dennoch für seine Stabilität während der Corona-Krise geschätzt worden sein. Die Suche nach einem neuen CEO hat bereits begonnen und immer mehr Veränderungen werden in die Wege geleitet. Laut Reuters werden bereits Gespräche mit potenziellen Kandidaten geführt werden.

Veränderungen stehen an

Weg vom klassischen Videospiele-Händler und hin zum zukunftsfähigen E-Commerce-Unternehmen. Das ist der Plan für die kommenden Monate und Jahre. Seitdem feststeht, dass es nicht Sherman sein wird, der diesen Umbruch an oberster Stelle begleitet, beginnt damit ein neues Kapitel.

In den letzten Wochen verabschiedeten sich bereits Finanzvorstand Jim bell und Chief Customer Officer Frank Hamlin von GameStop. Dafür ist Ryan Cohen zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt und baute seinen Einfluss aus. Der Mitbegründer und Ex-CEO des Online-Tierfutterherstellers Chewy besitzt mit seinen RC Ventures fast 13 Prozent von GameStop, schreibt Reuters.

Ob Cohens Umgestaltungsmaßnahmen für GameStops Wandel zum Online-Videospielhändler fruchten, wird sich noch zeigen. Ein frisches Team soll den Weg mit ihm gehen, weshalb er in den letzten Wochen viele neue Gesichter an Board holte. Mehrere waren zuvor bei Amazon, wie Jenna Owens oder Matt Francis, welche nun leitende Positionen bei GameStop besetzen. 

Gamestop-Aktie

Die Nachricht über den Rücktritt von CEO George Sherman wirkte sich positiv auf den GameStop-Kurs aus. Dieser befindet sich derzeit bei rund 132 Euro. Damit ist er zwar deutlich unter dem 52 Wochen Hoch von mehr 400 Euro, dieses war jedoch durch den Zusammenschluss von Kleinanlegern auf Reddit zustande gekommen. Das Ziel war es, die Aktie zu pushen, um Hedgefonds zu schaden, die auf den Fall der Aktie gesetzt hatten. Mehr dazu können sie hier nachlesen. 

Seitdem halten viele Anleger weiterhin an der GameStop-Aktie fest und hoffen auf ein Happy End. Auch im Börsennews-Forum sind einige weiterhin investiert. So wie Nutzer ToTheMOOON, der zum halten auffordert: “Bei einem Marathon hört man auch nicht auf zu laufen, bevor man im Ziel ist, auch wenn es mal schwierig wird.