BERLIN (dpa-AFX) - Die deutsche Gasbranche hofft, dass der Staat darauf verzichtet, auf die künftige Gasumlage die Mehrwertsteuer zu erheben. Außerdem sollte der Bund auf Energieprodukte "für einen begrenzten Zeitraum den reduzierten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent" statt 19 Prozent anwenden, sagte der Vorstand des Branchenverbands Zukunft Gas, Timm Kehler, am Montag laut einer Mitteilung. "Der Staat sollte keine Windfall-Profits aus den extremen Energiepreisen ziehen", fügte er hinzu.

Von Oktober an wird eine Gasumlage von zunächst 2,419 Cent pro Kilowattstunde fällig. Sie soll Gasversorgern zugutekommen, die zu hohen Preisen Ersatz für ausbleibende, günstigere Gasmengen aus Russland kaufen müssen. Die Bundesregierung will auf die Mehrwertsteuer verzichten, muss aber nochmit der EU-Kommission klären, ob das rechtlich möglich ist./svv/DP/jha