WIESBADEN (dpa-AFX) - Das Gastgewerbe in Deutschland hat sich im Juli etwas aus dem Corona-Loch gearbeitet. Die preisbereinigten Umsätze (real) lagen kalender- und saisonbereinigt 21,9 Prozent über den Werten aus dem Juni, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden berichtete. Es klafft aber immer noch eine Lücke von 26,8 Prozent zu den realen Erlösen aus dem entsprechenden Vorjahresmonat.

Mit den starken Einbrüchen aus der Zeit der strengen Corona-bedingten Einschränkungen liegt die Branche nach sieben Monaten 37,2 Prozent hinter den realen Umsätzen aus der Vergleichsperiode 2019 zurück. Am härtesten hat es dabei die Hotels und andere Beherbergungsbetriebe getroffen, deren Erlöse um 45 Prozent eingebrochen sind. In der allgemeinen Gastronomie beträgt der Rückstand 32,8 Prozent.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus hatte die Politik ab Mitte März Übernachtungen von Touristen in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben untersagt. Ab dem 22. März waren Gaststätten mit Ausnahme von Abhol- und Lieferservices geschlossen. Das Geschäft kam nahezu zum Erliegen. Seit Mitte Mai wurden die Einschränkungen dann nach und nach wieder gelockert. Die Geschäfte belebten sich bereits im Mai und Juni./ceb/DP/men