Bahnt sich bei der Gazprom-Aktie (WKN: 903276) und rund um das Thema Nord Stream 2 die nächste große Baustelle an? Ja, möglicherweise schon. Wie Foolishe Investoren mit Sicherheit wissen, steht die sogenannte Zertifizierung der Bundesnetzagentur noch aus. Ohne diesen Verwaltungsschritt kann trotz technischer Fertigstellung kein Erdgas fließen.

Allerdings gibt es genau bei dieser Zertifizierung offenbar erneut Probleme. Was bedeutet das für die Gazprom-Aktie und Nord Stream 2? Interessante Fragen. Riskieren wir einen Blick auf die aktuellen Meldungen. Sowie darauf, wie wir sie in den größeren Kontext einordnen können.

Gazprom-Aktie & Nord Stream 2: Zertifizierung ausgesetzt

Am Dienstag dieser Woche hat die Bundesnetzagentur erklärt, dass man das Zertifizierungsverfahren bei Nord Stream 2 ausgesetzt habe. Mit weitreichenden Folgen. Der Erdgaspreis kletterte erneut, auch der Gazprom-Aktie schien das nicht so sehr zu schmecken. Wobei die Aktienkursauswirkungen eher moderat geblieben sind.

Die Bundesnetzagentur verweist auf formalrechtliche Fehlstellungen. So müsse die Betreiberfirma erst einmal nach deutschem Recht organisiert sein, um die Zertifizierung fertigstellen zu können. Das heißt, es müsste eine striktere Trennung zwischen dem Vertrieb und dem Transport geben.

Für die Gazprom-Aktie und Nord Stream 2 bedeutet das jetzt weiteren Aufwand. Konkret wird der Erdgaskonzern jetzt wohl eine Tochtergesellschaft nach deutschem Recht gründen. Die Bundesnetzagentur wartet darauf, dass wesentliche Vermögenswerte auf diese übertragen werden. Erst dann wird man die Prüfung im Zertifizierungsverfahren erneut aufnehmen.

Verzögerungen scheinen daher nicht ausgeschlossen. Erste Berichte beispielsweise in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung titeln bereits, dass das Zertifizierungsverfahren möglicherweise erst im nächsten Sommer abgeschlossen sein wird. Die Gründung der entsprechenden Tochtergesellschaft dürfte Zeit in Anspruch nehmen. Aber auch die Wiederaufnahme und die Prüfung im Rahmen des dann fortgeführten Zertifizierungsverfahrens.

Dauerbaustelle?

Natürlich ist Nord Stream 2 für die Gazprom-Aktie keine bautechnische Baustelle mehr. Aber dieses Zertifizierungs-Hindernis ist zumindest ein Ärgernis für die Investoren. Möglicherweise hätte das umgangen werden können, wenn man sich frühzeitig mit den Anforderungen für den Betrieb befasst hätte. Zeit genug wäre aufgrund der Verzögerungen im Bauprozess ja vorhanden gewesen.

Insofern können wir dieses Ärgernis grundsätzlich dem Management ankreiden, das hier nicht auf die erforderlichen Rahmenbedingungen geachtet hat. Sowohl für die Gazprom-Aktie als auch für Investoren ist Nord Stream 2 daher weiterhin eine Geduldsprobe. Wobei es jetzt um die Feinheiten der regulatorischen Inbetriebnahme geht. Immerhin ein Fortschritt. Erdgas fließt jedoch trotzdem noch nicht durch einen oder beide Doppelstränge. Damit können wir sagen: Die Prognosen für eine Erdgaslieferung noch im Jahr 2021 sind wohl endgültig Makulatur geworden.

Der Artikel Gazprom-Aktie & Nord Stream 2: Zertifizierung ausgesetzt, was jetzt? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst (CMFMrClock)


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