Die Schlagzeilen rund um Gazprom (WKN: 903276) und Nord Stream 2 werden nicht weniger. Zuletzt sind es jedoch einige positivere Faktoren gewesen, die Foolishe Investoren beobachten konnten. So beispielsweise, dass das Management beantragt hat, dass der Bau direkt weitergehen könnte. Sollte der Antrag auf sofortige Vollziehung durchgehen, könnte das die Fertigstellung enorm beeinflussen.

Aber auch die US-Sanktionen sind und bleiben bei diesem Themenkomplex weiterhin ein Thema. Der Druck steigt jedenfalls. Augenscheinlich auch, weil US-Senatoren den Druck auf Präsident Biden erhöhen. Es stehen weiterhin spannende Wochen und Monate bevor.

Jetzt gibt es jedenfalls eine andere Wasserstandsmeldung bei Nord Stream 2. Nämlich, wie viele Unternehmen sich inzwischen von dem Bau beziehungsweise dem Betrieb entfernt haben. Hier ist, was Foolishe Investoren wissen müssen.

Nord Stream 2: 18 Firmen auf Distanz

Wie die Nachrichtenagentur dpa in einer erst kürzlich erschienenen Schlagzeile titelte, haben die US-Auswirkungen offenbar einige Unternehmen zum Überdenken gebracht. Vereinzelte Akteure wie beispielsweise Bilfinger sind bereits bekannt geworden. Insgesamt seien 18 Firmen betroffen, wie die dpa in diesen Tagen titelt. Das ist definitiv bemerkenswert.

Unter diesen befinden sich die bereits genannten und vereinzelt bekannt gewordenen. Aber wohl auch größere Konzerne wie beispielsweise die Münchener Rück, die sich offenbar aus dem Versicherungsgeschäft rund um Nord Stream 2 zurückgezogen hat.

Besonders interessant ist dabei, dass das bloße Androhen von Sanktionen zu einem Umdenken geführt hat. Bis jetzt sind gerade erst frisch das Verlegeschiff, die Fortuna, sowie der Eigner KVT-RUS von den Sanktionen direkt betroffen. Dass jetzt 18 Unternehmen dem Druck nachgegeben haben, das kann die US-Regierung durchaus als Erfolg für sich verbuchen. Die Sanktionen scheinen damit definitiv zu wirken.

Wird das zu einem Problem?

Fest steht damit jedenfalls: Die US-Sanktionen sind nicht bloß ein stumpfes Schwert. Wobei die Sanktionen beim Bau trotzdem abprallen dürften. Nord Stream 2 wird auch weiterhin durch die Fortuna gebaut. Die russische Regierung hat hier sehr bewusst auf die eigene Stärke gesetzt, um den Bau konsequent zu Ende zu führen.

Das Betreiben könnte jedoch problematisch werden. Insbesondere wenn Zertifizierer und Versicherer Nord Stream 2 nicht versichern, könnte der Betrieb ins Stocken geraten. Das ist es vermutlich auch, was die US-Regierung derzeit erreichen möchte. Wobei die Mittel offensichtlich in Teilen ausreichend sind.

Trotzdem gibt es noch Hoffnung. US-Präsident Joe Biden gibt sich jedenfalls weiterhin diplomatisch und hat zunächst von weiteren Sanktionen gegen andere Beteiligte abgesehen. Das macht Hoffnung, dass es zu einer diplomatischen Lösung kommen kann. Wobei diese in Anbetracht der fortschreitenden Zeit natürlich schnell passieren sollte. Einige Prognosen sehen schließlich noch einen Betrieb in diesem Jahr vor.

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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