Bei Gazprom (WKN: 93276) und Nord Stream 2 wird es jetzt womöglich aufregender denn je. Trotz drohender und eskalierender US-Sanktionen, insbesondere gegen Unternehmen, scheint der Bau der EU-Pipeline wieder an Fahrt aufzunehmen. Damit könnte die Fertigstellung weiter angegangen werden.

Schiffsdaten und Hinweise von Behörden haben gezeigt, dass die Verlegeschiffe offensichtlich auf dem Weg sind, um den Bau wieder anzugehen. Jetzt hat es augenscheinlich die Bestätigung dafür gegeben, was Investoren und Analysten bereits vermutet haben.

Schauen wir im Folgenden daher einmal, was wir zu Nord Stream 2 und dem Bau wissen sollten. Sowie auch, was mögliche Konsequenzen sein könnten. Die Spannung bei dem Thema wird jedenfalls nicht weniger.

Nord Stream 2: Bau indirekt bestätigt!

Das wichtige EU-Projekt Nord Stream 2 liegt ziemlich genau seit einem Jahr still. Allerdings scheint jetzt bestätigt worden zu sein, dass der Bau an der Pipeline weitergeht. Wenn auch bloß indirekt, jedoch über einen mit dem Projekt verknüpften Funktionär.

Oder, um nicht herumzuschwafeln: Mit Rainer Seele hat der CEO des österreichischen Konzerns OMV bestätigt, dass der Bau weitergeht. OMV ist eines der Unternehmen, die unmittelbar an der EU-Pipeline beteiligt sind und als Finanzinvestoren fungieren. Ein illustrer Kreis, der jetzt offenbar über die Wiederaufnahme des Baus informiert worden ist.

So habe die Nord Stream 2 AG ihre Finanzinvestoren über den Weiterbau im Dezember informiert, wie in diesem Kontext durchgesickert ist. Allerdings seien die Finanzinvestoren nicht mit weiteren Details gefüttert worden, was den Bau oder die Konditionen angeht. Nur die grundsätzliche Fortführung des Baus ist den Investoren mitgeteilt worden.

Welche Folgen wird das haben?

Damit wissen auch die Investoren von Gazprom, die auf Nord Stream 2 setzen: Zumindest der Bau scheint jetzt wieder an Fahrt aufzunehmen, womit zumindest bauliche Fakten geschaffen werden. Das könnte ein wichtiges Etappenziel bei der Causa Nord Stream 2 werden, die sich bereits seit einem Jahr hinzieht und zuletzt von den US-Sanktionen belastet worden ist.

Apropos US-Sanktionen: Hier sind wir auch bereits bei einem ziemlich relevanten Thema. Es bleibt schließlich abzuwarten, wie die US-Seite auf diese Neuigkeit reagieren wird. Beziehungsweise sehr konkret, ob durch das Faktenschaffen eine neue Reaktion von amerikanischer Seite kommen wird. Oder ob der Druck ein weiteres Mal erhöht wird, möglicherweise auch auf die Finanzinvestoren, die jetzt von diesem Schritt unterrichtet worden sind.

Wie heißt es so schön: Auf jede Aktion folgt in der Regel eine Reaktion. Das könnte auf Nord Stream 2 und den Bau ebenfalls zutreffen. Wie gesagt: Weniger spannend scheint dieses Thema nicht mehr zu werden. Eher ganz im Gegenteil.

Nord Stream 2: Die finale Phase beginnt!

Trotzdem könnte jetzt mit dem Bau die finale Phase bei Nord Stream 2 eingeläutet sein. Mit dem Weiterbau zeigen Gazprom und Nord Stream 2 jedenfalls, dass sie sich nicht von den US-Sanktionen einschüchtern lassen. Ob das auch auf die unmittelbar beteiligten Unternehmen gilt, dürfte sich in nächster Zeit abzeichnen.

Mit dem Bau ist zwar nicht jedes Problem gelöst. So gibt es noch immer Rätselraten darum, was mit den Versicherern und Zertifizierern geschieht, die auch in den Fokus der US-Sanktionen gerückt sind. Ein Etappenziel könnte es jedoch bald zu feiern geben. Alles weitere werden wir sehen.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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