WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Einnahmen aus den Gemeinschaftsteuern sind zum Jahresbeginn gesunken. Kalender- und saisonbereinigt gingen diese im Januar im Vergleich zum Dezember um 8,2 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Zu den Gemeinschaftssteuern gehören zum Beispiel Umsatz-, Einkommens-, Lohn- und Körperschaftsteuer. Stabiler zeigten sich dagegen die Einnahmen aus Bundes- und Landessteuern: diese stiegen im gleichen Zeitraum um 1,3 beziehungsweise 0,8 Prozent.

Bei den Gemeinschaftssteuern sanken die Einnahmen im Bereich Umsatz demnach um 13,9 Prozent. Dieser Rückgang sei unter anderem auf die Entwicklung der Einfuhrumsatzsteuer zurückzuführen, erklärten die Statistiker. "Hier wurden als Teil der Maßnahmen zur Entlastung der Unternehmen in der Corona-Pandemie die Fälligkeitstermine verschoben, um die Liquidität zu verbessern." Die Einnahmen im Bereich Einkommen gingen derweil um 4,8 Prozent zurück.

Nachdem im September 2020 im Vormonatsvergleich ein klarer Rückgang (minus 14,3 Prozent) bei den Gemeinschaftssteuern verzeichnet worden war, stiegen die Einnahmen danach bis zum Jahresende deutlich an.

Und wie sieht es im Vergleich zu Vorkrisen-Zeiten aus? Im Januar lagen die Gemeinschaftssteuern 11,6 Prozent unter dem Niveau vom Februar 2020. Die Einnahmen der Bundessteuern rangierten insgesamt um 4,2 Prozent unter dem Vorkrisenniveau. Die Landessteuern waren nahezu unverändert. Deutliche Rückgänge im Vergleich zum Februar 2020 gab es im Einzelnen bei der Luftverkehrsteuer (minus 75,1 Prozent) und der Biersteuer (minus 28,3 Prozent)./jto/DP/zb