BERLIN (dpa-AFX) - Gewerkschaften und Arbeitgeber haben ihre Verhandlungen über das Einkommen von rund einer Million Beschäftigten der Länder begonnen. Verdi und der Beamtenbund dbb verhandeln mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über die Tarife von Lehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern, Polizistinnen und Polizisten und zahlreichen anderen Berufsangehörigen. Verdi-Chef Frank Werneke sagte am Freitag vor protestierenden Beschäftigten vor dem Verhandlungsort in Berlin: "Das wird eine herausfordernde Tarifrunde - Attacke, es geht los!"

Die Gewerkschaften fordern fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens 150 Euro monatlich. Die TdL wies dies als unrealistisch zurück. Bei Angehörigen des Gesundheitswesens soll das Einkommen um mindestens 300 Euro wachsen. Auch das hatte der TdL-Chefverhandler, Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU), bereits im Vorfeld abgelehnt.

Betroffen sind laut den Gewerkschaften insgesamt rund 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte. Dazu kommen rund 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte sowie rund eine Million Versorgungsempfänger, auf die ein Abschluss übertragen werden soll. Bisher sind zwei weitere Verhandlungsrunden bis Ende November in Potsdam geplant./bw/DP/nas