LONDON (dpa-AFX) - Der Goldpreis ist am Donnerstag stark unter Druck geraten. Am Nachmittag sank der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) an der Börse in London auf 1753 US-Dollar. Dies ist der niedrigste Stand seit Mitte August. Am Morgen hatte das Edelmetall noch knapp 1800 Dollar gekostet.

Der kräftige Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen drückte auf die Goldpreise. Die Festverzinslichen werden damit für Investoren attraktiver im Vergleich zu Gold. Verstärkt wurde die Entwicklung durch robuste Konjunkturdaten aus den USA. So sind die Einzelhandelsumsätze im August gestiegen. Analysten hatten hingegen mit einem Rückgang gerechnet. Zudem hat sich der regionale wirtschaftliche Frühindikator für die Region Philadelphia im September überraschend deutlich verbessert.

Robuste Konjunkturdaten können dazu führen, dass die US-Notenbank Fed rascher als erwartet aus ihrer lockeren Geldpolitik aussteigt. Da Gold keine Zinsen abwirft, wird es so für Anleger weniger attraktiv. Außerdem legte der US-Dollar zu. Da Gold in Dollar gehandelt wird, verteuert der Kursanstieg das Edelmetall für Anleger aus anderen Währungsräumen./jsl/men