Im Edelmetallsektor bietet sich nach wie vor das bereits aus den letzten Handelstagen bekannte Bild. Gold wurde ob der Risiken gesucht, während es für die Edelmetalle, die von Seiten der Industrie stärker nachgefragt werden, tendenziell nach unten ging.

Zum Zeitpunkt unserer letzten Kommentierung vor einer Woche stand Gold (ISIN: XD0002747026) unmittelbar davor, sich auf den möglicherweise entscheidenden Befreiungsschlag vorzubereiten. Das Edelmetall lief noch einmal sein Februar-Hoch bei 1.689 US-Dollar an, brachte es temporär sogar ins Wanken, konnte den Vorstoß letztendlich aber nicht erfolgreich gestalten und fiel schließlich wieder zurück.  Damit liegt nun im Bereich von 1.689 / 1.700 US-Dollar eine kleine Doppeltopformation vor, die weiter beobachtet werden muss.

Gold Chart

Obwohl Gold von der aktuellen Gemengelage profitieren müsste, wirkt es noch gehemmt. Unter fundamentalen Aspekten war die Entscheidung der Bank of England von Bedeutung, die Leitzinsen in Großbritannien zu senken Der Zinsschritt fiel deutlich aus. Die Bank of England nahm die Leitzinsen von 0,75 Prozent auf 0,25 Prozent zurück. Damit zogen die Briten nach, nachdem bereits die Fed vor einigen Handelstagen die US-Leitzinsen um 50 Basispunkte senkte. Noch heute (Donnerstag, 12.03.) berät die EZB über ihre Strategie und etwaige Schritte, den wirtschaftlichen Folgen aus der Corona-Virus-Krise entgegenzutreten.

Kommen wir auf Gold zurück. Der jüngste Höhenflug des Edelmetalls wurde auch maßgeblich vom schwachen US-Dollar begleitet. Dieser litt noch unter der bereits thematisierten Leitzinssenkung durch die Fed. Zuletzt konnte sich der Greenback jedoch wieder berappeln und würgte so die Goldrally etwas ab. In den USA standen zudem gestern die wichtigen US-Verbraucherpreise auf der Agenda. Diese wurden auf Jahressicht leicht oberhalb der Erwartungen liegend veröffentlicht. Noch heute werden im Tagesverlauf die nicht minder wichtigen US-Erzeugerpreise veröffentlicht.

Schauen wir noch einmal auf die aktuelle Charttechnik. Nachdem Gold es kürzlich verpasste, ein frisches Kaufsignal zu generieren, sind die Blicke nun auf die nächsten Unterstützungen gerichtet. Im Idealfall bleibt der Rücksetzer auf 1.630 US-Dollar begrenzt. In jedem Fall sollte die aus unserer Sicht zentrale Unterstützung bei 1.565 / 1.550 US-Dollar (inkl. dem letzten Verlaufstief und dem intakten Aufwärtstrend) nicht mehr unterschritten werden. Sollte dieser Fall dennoch eintreten, muss die Lage noch einmal neu bewertet werden. Auf der Oberseite bleibt es dabei: Um das Gespenst einer drohenden Doppeltopformation zu vertreiben, müssen neue signifikante Verlaufshochs her.

 

 

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