LONDON/FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Goldpreis ist am Dienstag deutlich gefallen und hat damit an die kräftigen Verluste vom Wochenauftakt angeknüpft. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) rutschte unter 1700 US-Dollar und fiel am frühen Nachmittag an der Börse in London bis auf 1680 Dollar.

Seit Beginn der Woche ist der Preis für das Edelmetall fast drei Prozent gefallen. Er hielt sich am Nachmittag nur noch knapp über dem tiefsten Stand seit vergangenen Juni, der am 8. März bei 1676 Dollar erreicht worden war.

Rohstoffexperte Daniel Briesemann verwies auf den US-Hedgefonds Archegos Capital Management, der in Schieflage geraten ist und Nachschussforderungen nicht bedienen konnte. Dies hatte zuletzt eine Welle von Zwangsverkäufen bei US-Aktien ausgelöst. "Dabei könnte auch Gold verkauft worden sein, um Liquidität zu schaffen", sagte Briesemann.

Als Belastung für den Goldpreis gilt derzeit aber vor allem der starke US-Dollar. Die amerikanische Währung profitiert von der robusten US-Wirtschaft und den schnellen Fortschritten in den USA bei den Corona-Impfungen. Da Gold auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt wird, verteuert eine starke US-Währung das Edelmetall und bremst so die Nachfrage./jkr/bgf/fba