FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Höhenflug des Goldpreises hält an. Am Dienstagvormittag stieg der Preis des Edelmetalls in Euro gerechnet auf einen neuen Rekordwert. In der Spitze kostete eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) 1467 Euro. Damit wurde das jüngste Rekordhoch vom vergangenen Freitag übertroffen. In US-Dollar gerechnet zog der Goldpreis ebenfalls an. Am Vormittag kostete eine Feinunze etwa 1588 Dollar und damit sieben Dollar mehr als am Montag. Zum Rekordhoch von rund 1921 Dollar, erreicht im Jahr 2011, ist es aber noch ein weiter Weg.

Gold profitiert als sicherer Anlagehafen derzeit vor allem von der Unsicherheit wegen der chinesischen Coronavirus-Krise. Hinzu kommt die konjunkturelle Schwäche insbesondere im Euroraum und in Deutschland. Außerdem sorgen die niedrigen und teils negativen Zinsen schon seit langer Zeit dafür, dass ein wichtiger Nachteil der Goldanlage kaum mehr ins Gewicht fällt: Das Edelmetall wirft im Gegensatz zu anderen Anlagen keine Zinsen ab.

In Euro gerechnet erhält der Goldpreis zusätzlichen Auftrieb durch den starken US-Dollar, in dem das Edelmetall international für gewöhnlich gehandelt wird. Wegen dieses Wechselkurseffekts war der Goldpreis zuletzt auch in anderen Währungen auf immer neue Rekordstände gestiegen, beispielsweise in japanischen Yen./bgf/jha/