CARBIS BAY (dpa-AFX) - Deutschland, Italien und die Europäische Union haben gute Noten für die Einhaltung der Beschlüsse des virtuellen Gipfels der großen Industrieländer (G7) vor mehr als einem Jahr bekommen. Die G7-Forschungsgruppe an der Universität von Toronto sieht den diesjährigen G7-Gastgeber Großbritannien, gefolgt von Kanada und dann Japan auf den letzten Plätzen, wie aus ihrem Bericht hervorgeht, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Im Mittelfeld lagen die USA und Frankreich.

Die Staats- und Regierungschefs der Gruppe der reichen Industrienationen (G7) wollen von Freitag bis Sonntag erstmals wieder persönlich zu einem Gipfel im britischen Carbis Bay in Cornwall zusammenkommen. Wegen der Pandemie waren sie im März 2020 noch mit US-Präsident Donald Trump unter der amerikanischen G7-Präsidentschaft nur per Video zu seinem Sondertreffen zusammengetroffen, um die Reaktion auf den Covid-19-Ausbruch zu koordinieren. Einen richtigen Gipfel gab es 2020 nicht.

Bei der Bewertung gab es Punktabzug für alle Staaten bei der Umsetzung ihrer damaligen Gipfelzusage, das Wirtschaftswachstum auf den Stand von vor der Pandemie wiederherstellen zu wollen, was nicht gelungen ist. Auch bemängelten die Forscher bei mehreren Gipfelteilnehmern, dass Zusagen zum Datenaustausch zum besseren Verständnis des Virus und zum Kampf gegen die Pandemie nicht eingehalten worden seien.

Die Europäische Union ist an den jährlichen Gipfeln beteiligt, übernimmt aber nicht deren rotierenden Vorsitz./lw/DP/eas