BERLIN (dpa-AFX) - Immer mehr deutsche Rentner suchen ihr Glück im Ausland - und nehmen teils hohe Renten dorthin mit. Die durchschnittlich höchsten Zahlungen flossen im vergangenen Jahr aus Deutschland in die Südsee, nach Mikronesien und Palau. Wie das Arbeitsministerium auf eine Frage der FDP-Fraktion antwortete, leben dort jeweils weniger als fünf Bezieher deutscher Renten mit Zahlungen von im Schnitt 1533 Euro (Mikronesien) und 1336 Euro (Palau). Auch in die Zentralafrikanische Republik, nach Katar und in den Karibikstaat Sankt Vincent und die Grenadinen flossen demnach im Durchschnitt Renten von 900 bis 1200 Euro.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr fast 1,74 Millionen Auslandsrenten gezahlt - an Deutsche, die im Ausland leben genauso wie an Ausländer, die etwa als Gastarbeiter in Deutschland gearbeitet haben und danach wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sind. Durchschnittlich ging es dabei um Beträge von rund 350 Euro. Die niedrigsten Rentenzahlungen flossen mit rund 90 Euro nach Burkina Faso und mit rund 205 Euro in den Kosovo. Einen großen Anteil hat mit mehr als 370 800 Rentnern und einer Durchschnittszahlung von 246 Euro Italien - wohl auch, weil in den 1960er und 1970er Jahren besonders viele Italiener zum Arbeiten nach Deutschland kamen./tam/DP/zb