WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Privathaushalte in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2021 jeweils 4,7 Prozent mehr für Strom und Gas zahlen müssen als in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres. Strom verteuerte sich nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Durchschnitt auf 32,62 Cent je Kilowattstunde. Erdgas kostete durchschnittlich 6,41 Cent je Kilowattstunde, wie die Wiesbadener Behörde am Freitag mitteilte.

Hauptgrund für den Anstieg sei die die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf den ursprünglichen Satz von 19 Prozent zu Jahresbeginn. Um den Konsum in der Corona-Krise anzukurbeln, hatte der Bund die Mehrwertsteuer befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 auf 16 Prozent gesenkt.

Bei einem Strom-Jahresverbrauch von weniger als 1000 Kilowattstunden seien etwa zwei Drittel des Preisanstiegs auf die wieder höhere Umsatzsteuer zurückzuführen, berichteten die Statistiker. Haushalte mit einem hohen Jahresverbrauch von mehr als 15 000 Kilowattstunden Strom hätten ohne die höherer Mehrwertsteuer 0,27 Cent weniger zahlen müssen als noch im zweiten Halbjahr 2020./hff/DP/jha