Man kann es sicherlich absolut nicht abstreiten. Und ich vermute daher, dass es nicht nur mir so vorkommt, als wenn wir derzeit in etwas chaotischen Zeiten leben. Erst hatten wir zwei Jahre mit der Coronapandemie zu kämpfen und nun müssen wir mit dem Ukraine-Konflikt und der daraus resultierenden Energiekrise zurechtkommen.

Auch die Inflationsrate ist relativ stark angestiegen. Was wir natürlich jedes Mal bemerken, wenn wir in den Supermarkt gehen oder eine Zapfsäule ansteuern. Dies alles hat leider auch die Börsen nicht unbeeindruckt gelassen.

Und man kann feststellen, dass von den großen Indizes selten so ein schlechtes Ergebnis abgeliefert wurde wie in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022. Da kann man nur hoffen, dass es im zweiten Halbjahr eventuell etwas besser läuft.

Eine Aktie, welche dieses Jahr mächtig Federn lassen musste, ist die des deutschen Chemiekonzerns BASF (WKN: BASF11). Weil die Ludwigshafener stark vom russischen Gas abhängig sind, ist die Verunsicherung der Investoren hier natürlich besonders groß.

Aktie steht unter Druck

Es ist leider eine Tatsache, dass die Investoren von BASF schon seit Längerem keine Freudensprünge mehr machen. Denn nachdem die BASF-Aktie am 19.01.2018 mit 97,67 Euro ihren bisherigen Höchststand erreichte, ging es schrittweise immer weiter abwärts mit ihr.

Hoffnung keimte allerdings auf, als die Papiere mitten in der Coronapandemie in eine Aufwärtsbewegung übergingen. Doch diese war nur von kurzer Dauer und schon im Frühjahr 2021 legte die Aktie von BASF wieder den Rückwärtsgang ein.

Und in diesem Jahr setzt ihr nun auch noch der Ukraine-Konflikt mächtig zu, sodass die Aktie derzeit mit 41,89 Euro (04.07.2022) stolze 33 % tiefer notiert als Anfang Januar. Und damit leider auch fast wieder auf dem Niveau vom März 2020, als die Börsen vom Corona-Crash heimgesucht wurden.

Damals waren die BASF-Papiere mit einem Kurs von nur noch 39,04 Euro (16.03.2020) sogar unter die 40-Euro-Marke gerutscht. Und es sieht ganz danach aus, als wenn sie auch jetzt wieder kurz davor stehen.

Kann die 40-Euro-Marke halten?

Diese Frage lässt sich sicherlich nicht so einfach beantworten. Was die aktuelle Bewertung mit einem KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von gerade einmal 7 angeht, erscheint die BASF-Aktie natürlich auch jetzt schon recht günstig.

Doch man muss eben auch zur Kenntnis nehmen, dass BASF ganz besonders unter einer Gasknappheit leiden müsste. Erst im April ließ Konzernchef Martin Brudermüller verlauten, dass, wenn sich die Gaslieferungen nur halbieren würden, dies für den Chemiekonzern die Schließung des Standorts Ludwigshafen zur Folge hätte.

Man erkennt also ganz klar die Brisanz, welche sich hinter einer gewissen Energieknappheit verbergen könnte. Und so wird die weitere Entwicklung der BASF-Aktie derzeit eventuell nur von einer Sache bestimmt.

Und zwar, inwieweit sich das Verhältnis zu Russland möglicherweise noch zuspitzt und es dann tatsächlich zu massiven Einschränkungen bei der Gasversorgung kommen wird. Hoffen wir natürlich, dass sich die Situation vielleicht doch wieder etwas entspannt.

Sollte dies nicht der Fall sein, dann könnte ich mir leider durchaus Folgendes vorstellen. Nämlich, dass im Herbst an dieser Stelle ein Artikel erscheint, in dem wir uns dann bei der BASF-Aktie ernsthaft Sorgen um das Fallen der 30-Euro-Marke machen.

Der Artikel Hält die 40-Euro-Marke? Die BASF-Aktie bereitet mir derzeit extreme Sorgen! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Andre Kulpa besitzt Aktien von BASF.  The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2022

Autor: Andre Kulpa, Motley Fool beitragender Investmentanalyst (TMFakulpa)


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