WILHELMSHAVEN (dpa-AFX) - Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) wird am Donnerstagvormittag (ab 8.00 Uhr) zum ersten Rammschlag für den Anleger des geplanten schwimmenden Flüssigerdgas-Terminals in Wilhelmshaven erwartet. Das Terminal soll bereits Ende des Jahres in Betrieb gehen. Von dort soll per Tankschiff angelandetes, tiefgekühltes Flüssigerdgas (LNG) nach der Erwärmung in die Gasnetze eingespeist werden. Auch in Stade und Brunsbüttel sind LNG-Terminals geplant. Umweltschützer haben Bedenken gegen alle drei Projekte.

Hintergrund der massiv forcierten Investitionen ist der russische Angriff auf die Ukraine und die von der Bundesregierung angestrebte Unabhängigkeit von russischem Erdgas. Eine beschleunigte Energiewende sei "das A und O" für eine günstige, unabhängige und sichere Energieversorgung, so Habeck vor seinem Besuch. Um sich auch bei Gas aus der einseitigen Abhängigkeit von Russland zu befreien, sei übergangsweise vor allem Flüssigerdgas aus anderen Weltregionen nötig. Dafür bedürfe es auch der notwendigen Infrastruktur./hr/DP/he