DOHA (dpa-AFX) - Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) trifft sich am Sonntag in Doha mit dem Emir von Katar - Hauptthema sind Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG). Angesichts des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine will die Bundesregierung die Abhängigkeit von russischem Gas verringern und setzt dabei auf mehrere internationale Partner.

Habeck will mögliche Geschäfte deutscher Unternehmen mit Katar politisch flankieren. Katar ist einer der weltweit größten LNG-Exporteure, die Lieferungen gehen derzeit vor allem nach Asien.

Habeck wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Neben kurzfristigen Lieferungen geht es um eine langfristige Perspektive. In Deutschland sollen eigene LNG-Terminals aufgebaut werden. Bisher kommt LNG in Terminals etwa in den Niederlanden und Belgien an und kommt von dort nach Deutschland. Mit Terminals in Deutschland sollen die Kapazitäten erhöht werden.

Habeck trifft neben dem Emir auch mehrere Minister. Er hatte angekündigt, auch die Menschenrechtslage anzusprechen, die vor allem seit der Vergabe der Fußball-WM nach Katar, die Ende des Jahres stattfindet, international in der Kritik steht.

Am Abend fliegt Habeck weiter in die Vereinigten Arabischen Emirate, dort geht es bis Montag vor allem um den Export von grünem Wasserstoff. Dieser wird aus erneuerbaren Energien gewonnen./hoe/DP/stk