WIESBADEN (dpa-AFX) - Die zulassungspflichtigen Handwerksbetriebe in Deutschland haben im vergangenen Jahr mit weniger Beschäftigten den Umsatz um 1,7 Prozent gesteigert. Die Entwicklung verlief je nach Gewerbe aber sehr unterschiedlich, wie das Statistische Bundesamt am Freitag berichtete. Besonders beim Handwerk für den privaten Bedarf ging die Zahl der Beschäftigten deutlich um 8,0 Prozent zurück. Hier sind beispielsweise die Friseure erfasst. Die Umsätze fielen um 3,1 Prozent.

Im Vergleich zum von Corona geprägten Basisjahr 2020 legten vor allem die Betriebe zu, die der Industrie zuliefern. Sie steigerten ihre Umsätze um 6,9 Prozent. An der Spitze lagen hier Feinwerkmechaniker mit einem Umsatzplus von 10,6 Prozent. Auch im Gesundheitsgewerbe kletterten die Erlöse um 6,7 Prozent deutlich. Vor allem Zahntechniker (+9,6 Prozent) und Augenoptiker (+8,6 Prozent) konnten ihre Geschäfte ausbauen. Lieferengpässe und knappe Rohstoffe machten den Handwerkern am Bau zu schaffen. Sie verloren 3,2 Prozent Umsatz und beschäftigten 0,2 Prozent weniger Leute./ceb/DP/nas