BERLIN (dpa-AFX) - Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat am Donnerstag mit seinen abschließenden Beratungen über den Etat für das laufende Jahr begonnen. Es wurde mit einer langen Sitzung bis in die Nacht gerechnet. Der wegen des Ukraine-Kriegs noch einmal überarbeitete Entwurf von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) sieht neue Schulden in Höhe von fast 140 Milliarden Euro vor. Erfahrungsgemäß werden die Abgeordneten in der sogenannten Bereinigungssitzung noch eine Reihe von Änderungen vornehmen.

Mit dem Geld sollen unter anderem milliardenschwere Hilfen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg, den hohen Energiepreisen und der steigenden Inflation bezahlt werden. Der Haushaltsausschuss soll kurzfristig auch über Milliarden-Zuschüsse für die Ukraine entscheiden, die beim Treffen der G7-Finanzminister am Donnerstag noch angestoßen werden könnten. Außerdem wird darüber abgestimmt, ob Altkanzler Gerhard Schröder Privilegien wie Büro und Mitarbeiter verliert. Der SPD-Politiker ist wegen seiner Nähe zu Russlands Präsident Wladimir Putin hoch umstritten.

Der Bundestag soll den Haushaltsentwurf in der Sitzungswoche vom 30. Mai bis 3. Juni endgültig beschließen. Wegen der Bundestagswahl im vergangenen Herbst kommt der Beschluss mehrere Monate später als gewöhnlich./tam/DP/eas