HEIDELBERG (dpa-AFX) - Der Baustoffkonzern HeidelbergCement hat sich neue Mittelfristziele gesetzt. Bis 2025 soll die operative Marge (bereinigtes Ebitda zum Umsatz) um 300 Basispunkte auf 22 Prozent verbessert werden, wie der Dax-Konzern am Mittwoch im Rahmen des Kapitalmarkttags in Heidelberg mitteilte. Dazu beitragen soll etwa eine Optimierung der Prozesse und Strukturen in Vertrieb, Produktion und Verwaltung. Besser werden will HeidelbergCement vor allem in Nordamerika, sagte Unternehmenschef Dominik von Achten. Dort soll die Marge über alle Geschäftsbereiche hinweg um 400 bis 500 Basispunkte gesteigert werden.

Zudem will das Unternehmen das Länderportfolio vereinfachen und sich auf die stärksten Märkte fokussieren. Dies umfasst den Angaben zufolge den Verkauf von Geschäften, die mittelfristig nicht die Renditeerwartungen erfüllen. HeidelbergCement plant aber auch selektive Zukäufe in bestehenden Märkten. Das Unternehmen halte an seiner ausgewogenen Aufstellung in reifen und in Wachstumsmärkten fest, hieß es weiter. Aber auch die Digitalisierung soll vorangetrieben werden. Davon verspricht sich das Unternehmen erhebliche Effizienzgewinne und geringere Kosten in der Produktion und Verwaltung.

"Wir sehen den Klimawandel und die Digitalisierung als die beiden zentralen Herausforderungen der Zukunft für die Gesellschaft und für uns als Unternehmen", sagte Unternehmenschef von Achten. HeidelbergCement habe den Anspruch und die Innovationskraft, diesen Wandel in einer Vorreiterrolle aktiv mitzugestalten. Gleichzeitig sehe das Unternehmen weiteres Optimierungspotenzial in seinen Werken und Prozessen. "Ökologie und Ökonomie sind kein Widerspruch. Unsere neuen Mittelfristziele für 2025 verdeutlichen diesen Anspruch."

Sein ursprüngliches Ziel, die CO2-Emissionen auf unter 525 Kilogramm pro Tonne zementartigem Material zu verringern, will das Unternehmen bereits bis 2025 erreichen und damit fünf Jahre früher als ursprünglich geplant. Damit werde die CO2-Emissionen um 30 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 reduziert. Bis 2030 sollen die Emissionen auf unter 500 Kilogramm pro Tonne zementartigem Material zurückgehen./mne/tih/fba