BERLIN (dpa-AFX) - Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat die angepeilte Mindestlohn-Erhöhung als gute Nachricht für rund zwei Millionen Arbeitnehmer gewürdigt. Der Mindestlohn sei eine Frage der Leistungsgerechtigkeit, aber auch der ökonomischen Vernunft, sagte Heil am Dienstag in Berlin. Die zuständige Kommission mit Vertretern von Arbeitgebern und Gewerkschaften hatte zuvor empfohlen, dass der gesetzliche Mindestlohn in den kommenden beiden Jahren in vier Stufen von derzeit 9,35 Euro auf 10,45 Euro steigt.

Heil sagte, der Anfang 2015 eingeführte Mindestlohn sei eine Erfolgsgeschichte, die aber fortgeschrieben werden müsse. Für den Herbst kündigte er deshalb Vorschläge für eine Reform an. "Der Mindestlohn darf nicht abgehängt werden", betonte der Minister. Er bemängelte, dass die Lohnuntergrenze derzeit bei lediglich 46 Prozent des Durchschnittseinkommens liege. Die Richtmarke von 12 Euro pro Stunde sei deshalb "eine gute Orientierung"./ax/DP/fba