LIPPSTADT (dpa-AFX) - Der Licht- und Elektronikspezialist Hella rechnet wegen hoher Abschreibungen im Zuge der Corona-Krise im laufenden Geschäftsjahr (bis 31. Mai 2020) mit einem Nettoverlust. Die Geschäftsführung schlage vor diesem Hintergrund die Aussetzung der Dividendenzahlung vor, teilte das MDax -Unternehmen am Montag im westfälischen Lippstadt mit. Der Aktienkurs des Unternehmens sank nach der Nachricht auf den tiefsten Stand des Tages.

Gründe für die Wertminderung in Höhe von rund 500 Millionen Euro im vierten Geschäftsquartal seien insbesondere ein deutlich reduziertes Marktvolumen im Zuge der Corona-Pandemie sowie die Annahme, dass das weltweite Produktionsvolumen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen auch mittel- bis langfristig signifikant unter den vor der Krise getroffenen Annahmen und Markterwartungen liege. Dies dürfte zu einer geringeren Auslastung des globalen Netzwerks führen, hieß es weiter.

Der Konzernumsatz dürfte im laufenden Geschäftsjahr bei rund 5,7 bis 5,8 Milliarden Euro liegen. Dabei werde eine bereinigte operative Ergebnismarge (bereinigte Ebit-Marge) von rund 4 Prozent erwartet, teilte die Gesellschaft weiter mit. Mitte März hatte Hella gewarnt, dass die ursprünglich geplanten Ziele voraussichtlich nicht erreicht würden. Das Unternehmen hatte Erlöse von 6,5 bis 7,0 Milliarden Euro sowie eine bereinigte Ebit-Marge von 6,5 bis 7,5 Prozent angepeilt./jha/he