Bei der HelloFresh-Aktie (WKN: A16140) geht es jetzt darum, das Wachstum zu halten. COVID-19 hat dem doch sehr speziellen E-Commerce-Akteur mit seinen Kochboxen einen ordentlichen Schub beschert. Nach COVID-19 sollte es idealerweise zu weiterem Wachstum kommen, um die Investitionsthese zu bestätigen.

Ob das klappen kann oder nicht, das obliegt jedem Investor selbst, mit Blick auf die HelloFresh-Aktie herauszufinden. Beziehungsweise Chancen und Risiken auszuloten. Jetzt jedenfalls zeichnet sich ab, dass das Management sein Momentum nutzen möchte und entsprechend nach Norwegen expandiert.

Riskieren wir heute einen Blick auf ein paar spannende Details. Sowie auf die Frage, ob das ein weiteres Kapitel in der Erfolgsgeschichte dieser zuletzt überaus rasanten Aktie sein kann.

HelloFresh-Aktie: Norwegen im Fokus

Wie wir zur Mitte dieser Woche mit Blick auf die Unternehmensnachrichten erkennen können, gibt es Pläne, das eigene Geschäft nach Norwegen zu bringen. Von der bisherigen Produktionsstätte in Oslo aus wolle man jetzt diesen neuen Markt erobern. Ohne Zweifel kann regionale Expansion ein Treiber dieser Wachstumsgeschichte sein.

In Skandinavien ist die HelloFresh-Aktie operativ bereits vertreten. Wie es weiter heißt, sei man nach einer starken Geschäftsausrichtung in Dänemark und Schweden davon überzeugt, dass Nordwegen ideale Voraussetzungen für weiteres Wachstum biete. Sowie, dass man den adressierbaren Gesamtmarkt weiter ausbauen könne.

Eine These, die man grundsätzlich nachvollziehen kann. Je mehr Märkte, desto mehr potenzielle Kunden und desto größer könnte die Kundenbasis hinter der HelloFresh-Aktie sein, die Kochboxen bestellen und damit Umsatz und Warenvolumen steigern. Es könnte jedoch sein, dass Norwegen ein Markt ist, der einige Herausforderungen für die Wachstumsgeschichte bereithält. Das sollten Foolishe Investoren ebenfalls zu würdigen wissen.

Nicht der einzige Akteur in diesem Markt

HelloFresh trifft in Norwegen nämlich bereits auf einen Kreis von Konkurrenten. Wie wir mit Blick auf die dortigen Marktverhältnisse feststellen, sind unter anderem Godtlevert, Kokkeloren und Nettmat.no in dem Markt aktiv und versenden bereits fleißig Kochboxen. Bei diesen Akteuren könnte sich ein First-Mover-Vorteil abzeichnen. Das könnte für den DACH-Akteur den Markteintritt und das Sammeln von Marktanteilen erschweren.

Im Endeffekt ist es positiv zu werten, dass die regionale Expansion bei der HelloFresh-Aktie weitergeht. Für die zukünftige Wachstumsstrategie ist das womöglich sogar essenziell. Allerdings ist es eben nicht mehr in jedem Markt einfach, sich ein starkes Fundament aufzubauen. Vor allem, wenn Konkurrenten bereits seit längerer Zeit in diesem Markt operieren.

Der Artikel HelloFresh-Aktie: Expansion nach Norwegen – kann das klappen? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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