Bei der HelloFresh-Aktie (WKN: A16140) geht es eigentlich um ein vielschichtiges Wachstum. Sowohl organisch als auch anorganisch kann der spezielle E-Commerce-Akteur in seinem Markt langfristig noch eine Menge reißen. Allerdings gehört die Aktie zum Kreis der Corona-Profiteure, die zuletzt alles andere als gefragt gewesen sind.

Wie auch immer: Zum Wochenanfang hat es eine anderweitige Schlagzeile gegeben, nämlich die von Aktienrückkäufen. Ordnen wir diese Unternehmensmitteilung in den Kontext der Wachstumsgeschichte ein. Und schauen darauf, ob Foolishe Investoren diese Kapitalmaßnahme für sinnvoll halten sollten oder nicht.

HelloFresh-Aktie: Ja, Aktienrückkäufe

Das Management der HelloFresh-Aktie hat zum Wochenstart angekündigt, 250 Mio. Euro in den Rückkauf eigener Aktien investieren zu wollen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hat unter anderem finanzen.net nachgerechnet, dass damit rund 2,4 % aller Anteilsscheine eingezogen werden könnten. Natürlich schafft auch das einen Mehrwert, aber auch den richtigen?

Jedenfalls ist der Zweck der Aktienrückkäufe zweigeteilt. Das Management spricht davon, dass mit dieser Kapitalmaßnahme ein gewisser Anteil wirklich eingezogen werden soll, was das Wachstum je Aktie verstärkt. Andererseits dient diese Maßnahme jedoch auch dazu, Mitarbeiteransprüche für Aktienpakete zu bedienen. Diese Anteilsscheine werden natürlich nicht aus dem Gesamtmarkt genommen. Insofern dürften nicht 2 % aller Aktien gekauft und eingezogen werden.

Bei der HelloFresh-Aktie passieren diese Kapitalrückführungen in zwei Tranchen. Zunächst gilt es, für 125 Mio. Euro Aktien zu kaufen und einzuziehen. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte eine Neuauflage in gleichem Volumen passieren. So sinngemäß der Tenor der Unternehmensmeldung.

Einerseits sinnvoll, andererseits komisch

Dass das Management der HelloFresh-Aktie jetzt auf Aktienrückkäufe setzt, ist einerseits ein guter, sinnvoller Schritt. Wir erkennen mit Blick auf den Aktienkurs, dass er um ca. 40 % eingebrochen ist. Das günstige Niveau im Rahmen dieser Kapitalmaßnahme auszunutzen, genau das schafft langfristig natürlich einen gewissen Mehrwert. Es ist jedenfalls deutlich besser, als auf dem Hoch zu kaufen, und insofern: Chapeau, HelloFresh, zu diesem guten Timing.

Trotzdem gibt es einen etwas bitteren Nachgeschmack, was Aktienrückkäufe zu diesem Zeitpunkt angeht. Wir befinden uns an einem Scheideweg, was das Wachstum betrifft. Jetzt gilt es, in das Wachstum nach der Pandemie zu investieren. Oder womöglich das günstige Bewertungsmaß zu nutzen, um sich anorganisch zu verstärken. 250 Mio. Euro sind auch mit Blick auf die aktuellen Zahlen und Bewertungsmaßstäbe wirklich eine Menge Geld.

Insofern würde ich im Moment sagen: Bleibt es bei eher einmaligen Aktienrückkäufen zu einem besonders günstigen Zeitpunkt, ist diese Kapitalmaßnahme clever. Wenn es eine gewisse Regelmäßigkeit bei der HelloFresh-Aktie gibt, so würde ich doch denken: Gibt es keine besseren Möglichkeiten, um das Geld zu reinvestieren …?

Der Artikel HelloFresh-Aktie: Jetzt Aktienrückkäufe?! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst (CMFMrClock)


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