SHEFFIELD (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf eine Trendwende in der Stahlindustrie wächst. Die britische Marktforschungsgesellschaft Meps rechnet laut einer am Mittwoch veröffentlichten Studie damit, dass der Tiefpunkt bei den Preisen im vergangenen Jahr erreicht wurde. In den nächsten drei Jahren erwarten die Experten dank verbesserter Wirtschaftsaussichten nun steigende Preise. Zugleich dürfte die Auslastung der Werke zulegen, da keine neuen Kapazitäten geplant seien.

Auch von der Rohstoffseite sieht Meps anders als in den vergangenen Jahren keinen großen Druck. Viele Bergbauunternehmen hätten ihre Förderung zuletzt massiv ausgeweitet, was die Erzpreise drücke. Lediglich die Schrottpreise dürften zulegen.

Im vergangenen Sommer hatte bereits der weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal ( ARCELORMITTAL SA Aktie)     erklärt, dass die Branche das Schlimmste hinter sich habe. Ähnlich äußerte sich der Duisburger Stahlhändler Klöckner & Co (KlöCo) ( KLÖCKNER Aktie) . Die Stahlbranche kämpft vor allem in Europa seit der Finanzkrise und der Wirtschaftskrise im Süden mit hohen Überkapazitäten und einem starken Preisverfall. Viele Hersteller schreiben rote Zahlen. Die beiden größten deutschen Produzenten ThyssenKrupp ( THYSSENKRUPP Aktie) und Salzgitter ( SALZGITTER Aktie) haben Sparprogramme aufgelegt und wollen tausende Stellen streichen./enl/fn/stb