PEKING/LONDON (dpa-AFX) - Die britische Großbank HSBC ( HSBC Aktie) glaubt trotz der möglichen Zweifel von chinesischen Behörden weiter an einen Verkauf ihrer Beteiligung an dem Versicherer Ping An. 'Wir haben keine neuen Informationen, die wie veröffentlichen müssten', teilte HSBC am späten Donnerstagabend in Hongkong mit. Die Briten hatten Anfang Dezember mitgeteilt, die Beteiligung an dem chinesischen Versicherer für 9,4 Milliarden US-Dollar an den thailändischen Milliardär Dhanin Chearavanont verkaufen zu wollen. Am Donnerstag hatte allerdings die chinesische Versicherungsaufsicht angekündigt, die Transaktion genauer unter die Lupe zu nehmen.

Ping An muss jetzt zusätzliche Informationen zum geplanten Einstieg des thailändischen Milliardärs Dhanin Chearavanont liefern. Einem Pressebericht vom Mittwoch zufolge droht das Geschäft zu platzen. Die Aufseher zweifelten daran, ob Chearavanonts Unternehmen Charoen Pokphand Group (CP Group) tatsächlich der Käufer sei, hatte die Zeitung 'South China Morning Post' geschrieben. Die Behörde wolle den Verkauf der Beteiligung daher voraussichtlich untersagen.

Die britische Großbank HSBC hatte Anfang Dezember verkündet, mit dem Verkauf ihrer Ping-An-Anteile einen Milliardengewinn erzielt zu haben. Der Verkauf des 15,6-prozentigen Aktienpakets habe 9,4 Milliarden US-Dollar (7,2 Mrd Euro) in die Kassen gespült und steigere den Überschuss um 2,6 Milliarden Dollar. Die Briten waren 2002 bei dem zweitgrößten chinesischen Versicherer eingestiegen./zb/stw