MÜNCHEN (dpa-AFX) - Ifo-Präsident Clemens Fuest verlangt von der nächsten Bundesregierung wirtschaftspolitische Reformen. "Die sozialen Sicherungssysteme müssen reformiert werden, damit sie im demografischen Wandel finanzierbar bleiben", sagte Fuest am Donnerstag auf der Jahresversammlung des Ifo-Instituts in München. Zugleich müsse Deutschland das Potenzial an Erwerbspersonen besser ausschöpfen, die Zuwanderung von Fachkräften stärken und Wachstumsaussichten durch bildungspolitische Reformen verbessern.

"In der Klimapolitik gilt es, den CO2-Preis als wichtigstes Instrument in den Mittelpunkt zu stellen, statt kleinteilig mit Ge- und Verboten zu arbeiten", sagte Fuest. Die Ziele müssten effizient erreicht werden, "ohne Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Wirtschaft zu gefährden".

Die Steuer- und Finanzpolitik müsse die Bedingungen für private Investitionen verbessern. "Derzeit diskutierte Maßnahmen wie die Einführung eines bundesweiten Mietendeckels nach dem Vorbild Berlins oder die Einführung einer Nettovermögensteuer würden erheblichen wirtschaftlichen Schaden anrichten und sollten daher nicht umgesetzt werden", warnte der Ifo-Präsident./rol/DP/eas