FRANKFURT (dpa-AFX) - Die IG Metall startet ihre internen Beratungen zu den Tarifforderungen für die deutsche Metall- und Elektroindustrie. An diesem Donnerstag (16. Januar) kommen bundesweit die regionalen Tarifkommissionen zusammen, um über die wirtschaftliche Situation der Betriebe zu sprechen, wie eine Sprecherin erklärte. Ausnahme ist der Bezirk Mitte, der wegen eines Trauerfalls erst am kommenden Dienstag (21. Januar) nachzieht.

Konkrete Forderungen werden noch nicht erwartet, da die Entscheidung in einem komplexen Zusammenspiel zwischen den Regionen und dem Vorstand in Frankfurt entsteht. Nach bisherigen Planungen will der Vorstand am 4. Februar eine Forderungsempfehlung aussprechen, der finale Beschluss fällt dann erst am 26. Februar.

Die IG Metall handelt die Gehälter und Arbeitsbedingungen für rund 3,8 Millionen Beschäftigte in der deutschen Metall- und Elektroindustrie mit den Kernbranchen Auto und Maschinenbau aus. Eine erste Verhandlung mit dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall soll Mitte März stattfinden. Der Tarifvertrag läuft mit dem 31. März aus, die Friedenspflicht endet am 28. April. Ab dem Folgetag sind dann erste Warnstreiks möglich.

Neben der reinen Lohnforderung verlangt die Gewerkschaft in den Tarifrunden regelmäßig sogenannte qualitative Verbesserungen etwa zur Arbeitszeit. Im Zeichen von Digitalisierung und Elektromobilität dürften Forderungen nach Weiterbildung und Beschäftigungssicherung im Vordergrund stehen./ceb/DP/eas