BREMEN (dpa-AFX) - Bei den langwierigen Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Rüstungsunternehmens Rheinmetall <DE0007030009> Electronics (RME) in Bremen hat es laut IG Metall einen Durchbruch gegeben. "Nach über vier Jahren, in denen eineinhalb Jahre sondiert und zweieinhalb Jahre Tarifverhandlungen geführt wurden, hat das Unternehmen beim Thema Altersschutz nachgegeben", teilte die Gewerkschaft am Dienstag mit.

Konkret ging es um den Schutz für Beschäftigte ab 55 Jahre vor betriebsbedingten Kündigungen. Wesentliche Bestandteile zu Arbeitszeit und Entgelt waren bereits im vergangenen Jahr ausgehandelt worden. Für die mehr als 1500 Beschäftigten bringe der Vertrag nun "den Anschluss an die Tarifbindung im Rahmen eines Haustarifvertrags in Anlehnung an den Flächentarifvertrag".

"Der Übergang in tarifliche Strukturen schafft jetzt langfristig kalkulierbare Rahmenbedingungen für unsere Belegschaft und das gesamte Unternehmen", teilte der Geschäftsführer der Rheinmetall Electronics, Stefan Ives, der Deutschen Presse-Agentur mit.

Für 2019 gibt es den Angaben der Gewerkschaft zufolge rückwirkend eine Einmalzahlung von 15 Prozent eines Monatsentgelts plus 400 Euro. Ab 2020 steige das Entgelt für die Belegschaft deutlich durch die Übernahme der Abschlüsse der Flächentarifverträge der Metall- und Elektroindustrie. Zurzeit zahle der Betrieb etwa acht Prozent unterhalb der Flächentarifverträge./hr/DP/fba