Immobilien sind in Deutschland durchaus beliebt. Aber nicht unbedingt nur zur Eigennutzung, sondern vor allem auch als Kapitalanlage. Doch eine Eigentumswohnung oder gar ein Mehrfamilienhaus sind wohl hauptsächlich etwas für gut betuchte Bürger. Denn auch wenn man zu deren Erwerb natürlich auf Kredite zurückgreifen kann, wird auf jeden Fall eine gewisse Höhe an Eigenkapital erwartet.

Für all diejenigen, die nicht über das nötige Kleingeld verfügen, aber dennoch vom boomenden Immobilienmarkt partizipieren wollen, könnten hier vielleicht Aktien von Wohnungsunternehmen infrage kommen. Denn für deren Kauf wird in der Regel wesentlich weniger Geld benötigt, als man für eine Bestandsimmobilie berappen muss.

Das bekannteste deutsche Unternehmen aus diesem Bereich ist wohl ohne Zweifel der Bochumer Konzern Vonovia (WKN: A1ML7J). Aber könnte die Aktie von Vonovia tatsächlich eine Alternative zum Immobilienbesitz darstellen? Das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Wir schauen heute einmal kurz, wie es derzeit um den Wohnungskonzern bestellt ist.

Trotz Pandemie laufen die Geschäfte gut

Obwohl uns die Coronapandemie nun schon über zwölf Monate beschäftigt, hat Vonovia das Jahr 2020 ohne größere Blessuren überstanden. Und man kann es nicht anders ausdrücken, aber die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr spiegeln wohl recht eindeutig die Stärke des Konzerns wider. Dank steigender Mieten liefen die Geschäfte von Vonovia auch in Zeiten von Corona weiterhin glänzend. Für Vonovia-Wohnungen erhöhten sich diese nämlich 2020 im Schnitt um 3,3 % auf 7,16 Euro pro Quadratmeter.

Es verwundert daher keineswegs, dass im letzten Jahr der operative Gewinn (FFO) von Vonovia gegenüber dem Vorjahr um 10,6 % auf 1,35 Mrd. Euro angestiegen ist. Und auch die weiteren Aussichten sieht das Immobilienunternehmen positiv. Im aktuellen Jahr soll das operative Ergebnis (FFO) auf 1,415 bis 1,465 Mrd. Euro ansteigen. Ähnliches wird beim Umsatz erwartet. Nach 4,37 Mrd. Euro im letzten Jahr sollen in 2021 bereits 4,9 bis 5,1 Mrd. Euro an Umsatzerlösen eingefahren werden.

Dementsprechend gut sieht es auch in Sachen Gewinnbeteiligung aus. Denn gegenüber der letzten Ausschüttung soll die Dividende um 7,6 % ansteigen. Dies bedeutet, dass nach der Hauptversammlung 1,69 Euro je Aktie an die Investoren überwiesen werden. Wenn wir hier einmal etwas zurückblicken, können wir feststellen, dass die Dividende für das Geschäftsjahr 2014 mit 0,74 Euro je Aktie nicht einmal halb so hoch ausfiel.

Werfen wir einen Blick auf die Aktie

Die Vonovia-Aktie mag vielleicht nicht als Überflieger an der Börse gelten. Doch schon seit Jahren bewegt sich ihr Kurs unter leichten Schwankungen nun schon nach oben. Aktuell notieren die Papiere mit 55,80 Euro (26.03.2021) gute 27 % höher als noch vor zwölf Monaten. Und schaut man auf die letzten fünf Jahre, kann man insgesamt einen Kursanstieg von rund 82 % erkennen.

Die Bewertung von Vonovia liegt derzeit bei einem KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von 22 und als Dividendenrendite errechnet sich ein Wert von interessanten 3,03 %. Aufgrund der glänzenden Aussichten des Unternehmens spricht in meinen Augen nicht viel dagegen, dass die Vonovia-Aktie ihren langfristigen Aufwärtstrend weiter fortsetzen könnte. Wer noch eine Aktie mit Bezug zum Immobilienmarkt sucht, könnte also durchaus einmal einen genaueren Blick auf das Wohnungsunternehmen aus Bochum werfen.

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Motley Fool Deutschland 2021

Autor: Andre Kulpa, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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