Impfstoff-Aktien sind derzeit immer noch sehr beliebt. Doch ihre heiße Phase scheint erst einmal vorüber zu sein. So ist die COVID-19-Sterberate deutlich gesunken und viele Menschen sind bereits mehrfach geimpft.

Biontech (WKN: A2PSR2)- und Valneva (WKN: A0MVJZ)-Aktien sind deshalb spätestens seit November 2021 stärker eingebrochen. Biontech hat bisher stark von der erfolgreichen Entwicklung seines COVID-19-Impfstoffes profitiert. Im letzten Jahr (2021) lag der Umsatz bei 22,4 Mrd. Euro.

Etwas unverschämt fiel hingegen die Gewinnmarge mit 54,5 % aus. Von 100 Euro Umsatz blieben dem Mainzer Unternehmen also 54,50 Euro übrig. So gesehen hätte es den Impfstoff auch zum halben Preis anbieten können und hätte immer noch Gewinn erzielt. Auch in diesem Jahr (2022) geht Biontech von Impfstoff-Umsatzerlösen in Höhe von 13 bis 17 Mrd. Euro aus.

Biontech testet neuen Impfstoff

Aktuell testet Biontech zusammen mit Pfizer (WKN: 852009) einen Impfstoffkandidaten der nächsten Generation, der ein verbessertes Design des Spike-Proteins besitzt. Er trägt die Bezeichnung BNT162b5 und soll sowohl gegen den Corona-Wildtyp als auch gegen die Omikron-Variante wirken. Biontech hofft auf eine stärkere und länger anhaltende Immunantwort.

An der Phase-2-Studie nehmen etwa 200 Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 55 Jahren teil, die mindestens 90 Tage vor der ersten Impfung im Rahmen der Studie eine Auffrischungsdosis mit einem in den Vereinigten Staaten zugelassenen COVID-19-Impfstoff erhalten haben. Die Dosierung beträgt 30 Mikrogramm.

Biontech verklagt Curevac

Biontech setzt sich aktuell aber auch gegen eine Curevac (WKN: A2P71U)-Klage zur Wehr. Das Tübinger Unternehmen hat Biontech wegen Patentrechtsverletzungen auf Schadenersatz verklagt.

Nun holt Biontech zum Gegenschlag aus und reicht in Massachusetts (USA) eine Feststellungsklage gegen Curevac ein. Damit will das Unternehmen gerichtlich bestätigen lassen, dass drei Curevac-Patente nicht durch den Comirnaty-Impfstoff verletzt wurden. Biontech besteht darauf, dass sein mRNA-Impfstoff auf seiner selbst entwickelten mRNA-Technologie beruht.

Curevac forschte ebenfalls an einem mRNA-Impfstoff, der sich am Ende jedoch als zu wenig wirksam herausstellte. Bis heute gelang es dem Unternehmen nicht, eine Alternative auf den Markt zu bringen.

Europäische Union (EU) streicht Valneva-Order zusammen

Valneva gelang in diesem Jahr (2022) zwar die Zulassung seines COVID-19-Impfstoffes, doch die EU möchte derzeit nur noch 1,25 Mio. der ursprünglich vereinbarten 60 Mio. Dosen abnehmen. Dies ist eher eine Enttäuschung für Valneva und die Aktie.

Allein in diesem Jahr (2022) sollte Valneva 27 Mio. Dosen liefern. Doch mit Novavax (WKN: A2PKMZ) ist bereits ein klassischer Totimpfstoff auf den Markt, der kaum angenommen wird. Valneva hat deshalb die Impfstoffproduktion vorerst eingestellt. Nur größere Bestellungen können das Programm retten.

Der Artikel Impfstoff: Biontech-Aktie und Valneva-Aktie mit 3 gemischten News ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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Autor: Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst (TMFcwelzel)


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