Ein ETF (börsengehandelter Fonds) kommt mir immer dann ins Haus, wenn ich den jeweiligen Sektor nicht zu 100 % verstehe. Ja, ich weiß – man sollte nur in Aktien investieren, die man auch tatsächlich versteht. Eine weltweit bekannte Börsenlegende sagte einmal: „Risiko entsteht, wenn man nicht weiß, man tut“ – und damit hatte der Herr völlig recht!

Doch manchmal wäre man gerne einfach nur mit dabei. Insbesondere dann, wenn sich frische Trends zu potenziellen Megatrends entwickeln.

Der Gesundheitssektor ist für mich so ein Fall. Die Chancen sind riesig. Doch den richtigen Schnapper würde ich mir in diesem Bereich (noch) nicht zutrauen.

Kein Problem! Mit dem iShares MSCI World Health Care Sector UCITS ETF (WKN: A2PHCD) kann ich trotzdem mit dabei sein.

Was nichts kostet, ist auch nichts wert

Gesundheit ist nicht erst seit der Coronakrise ein ernst zu nehmender Megatrend. Die Demografie in den Industrieländern spricht eine eindeutige Sprache. Man wird nicht jünger – und im hohen Alter bekommt man seine Gesundheit oft nicht mehr geschenkt.

Unternehmen, die ihr Geld mit Gesundheit verdienen, haben nicht den besten Ruf. Was darf Gesundheit kosten? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten.

Doch wer soll in Technologie und Forschung investieren, wenn dafür kein monetärer Anreiz geboten wird? Die Realität ist: Was nichts kostet, ist auch nichts wert.

Letztendlich wird sich diese Einsicht durchsetzen. Der Bestand an Unternehmen, die Gesundheit verkaufen, dürfte sich also in nächster Zeit nicht allzu sehr verringern. Die Nachfrage ebenso wenig. Dieser Megatrend ist gekommen, um zu bleiben!

MSCI World Health Care Sector ETF: Eine gesunde Mischung

Die Jagd nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus hat dieses Jahr einige Gesundheitsunternehmen ins Rampenlicht gestellt. US-Pharmariese Pfizer war einer der Protagonisten.

Die Pfizer-Aktie und 154 weitere Aktien aus dem Gesundheitssektor befinden sich allesamt im iShares MSCI World Health Care Sector UCITS ETF. Wie so häufig, haben auch bei diesem ETF die US-Giganten den größten Anteil am Portfolio. Die Spitzenpositionen wirken dennoch gut durchmischt.

Mit einem Anteil von 3,83 % steht die Aktie vom Schweizer Pharma-Riesen Roche auf Platz 3. Auch die Novartis-Aktie ist mit einem Anteil von 2,93 % unter den zehn größten Positionen.

Die Nummer 1 sollte jedem halbwegs interessierten Investor bekannt sein. Es ist die Aktie von Johnson & Johnson. Mit einem Anteil von 6,12 % bekommt diese Position zwar den meisten Raum. Trotzdem ist sie bei Weitem nicht groß genug, um den ETF vollständig zu dominieren.

Die optimale Beimischung für alle jene, die sonst schon alles haben

Auch die übrigen Parameter des ETF aus dem Hause iShares gefallen mir ausgesprochen gut. Die Gesamtkostenquote von 0,25 % pro Jahr ist fair und beinahe auf dem Niveau marktbreiter Aktienpakete.

Mit der halbjährlichen Ausschüttung kann ich leben, obgleich eine quartalsweise Ausschüttung deutlich angenehmer wäre.

Die physische Replikation ist natürlich Standard. Etwas anderes kommt mir heutzutage nicht mehr ins Haus.

Der einzige Makel: das Fondsvolumen. Mit einer Größe von etwa 240 Mio. Euro ist der ETF noch ziemlich klein (Stand: 24.11.2020). Doch zum einen ist eine kleine Fondsgröße bei einem Nischen-ETF nicht ungewöhnlich und zum anderen ist der ETF erst seit Oktober 2019 auf dem Markt.

Aktuell kostet ein Anteil des iShares MSCI World Health Care Sector UCITS ETF rund 5 Euro (Stand: 24.11.2020). Im Vergleich zu manch anderen ETFs ist dieser Kurs sehr einsteigerfreundlich. Wer jetzt 500 Euro übrig hat, kann sich 100 Anteile sichern. Eine gute Beimischung für all jene, die sonst schon alles haben.

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Motley Fool Deutschland 2020

Autor: Stefan Naerger, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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