Die Industriemetalle Kupfer und Silber sowie Rohöl verzeichneten an den Rohstoff-Börsen seit den Tiefstständen von Anfang 2020 beeindruckende Kurs-Rallyes. Diese Gründe könnten für weiter steigende Kurse sprechen.

Rohöl

Obwohl die Corona-Krise noch längst nicht ausgestanden ist, ging es für die Rohölpreise in den vergangenen Monaten immer weiter nach oben. Die Notierungen für Rohöl der Nordsee Sorte Brent kletterten im März dieses Jahres zwischenzeitlich auf über USD 71 je Barrel, womit das schwarze Gold so hoch notierte, wie zuletzt im Januar 2020. Rohöl der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) erreichte im März bei zeitweise rund USD 68 je Barrel den höchsten Stand seit dem Oktober 2018.

Trotz der anschließenden Korrekturen bestehen gute Chancen, dass sich die im April 2020 gestarteten Aufwärtstrends weiter fortsetzen werden. Einer der Gründe dafür ist, dass sich die Wirtschaft in zwei der größten Rohöl Nachfrage Ländern, in den USA und China, möglicherweise deutlich schneller erholt als bislang angenommen worden ist, womit der weitere Abbau der zeitweise extrem angestiegenen Rohöl Lagerbestände einhergehen würde.

Rückenwind für die Rohölpreise kommt auch aus dem Investment Bereich. So sind in den vergangenen Monaten auch immer mehr Anleger auf den Öl-Zug aufgesprungen, die den Rohstoff als zyklische Finanzanlage und Möglichkeit zur Depot Diversifizierung nutzen. Dementsprechend ist es gut möglich, dass die Rohölpreise schon bald wieder ihre vorangegangenen März Tops in Angriff nehmen werden.

Silber

Während der Goldpreis in den zurückliegenden Monaten kräftig korrigierte, markierte der Silberkurs zuletzt im Februar dieses Jahres ein Achtjahres­hoch bei rund USD 30 je Feinunze. Neue Tops könnten hier in Kürze folgen, wenn die Corona Impfstoff Kampagnen erfolgreich voranschreiten und es für die Weltwirtschaft weiter nach oben geht.

Denn im Gegensatz zu Gold ist Silber wegen der hohen Leitfähigkeit für Wärme und Energie und dem sehr ausgeprägten Reflexionsvermögen ein wichtiger Industrie Rohstoff. Zum Einsatz kommt das Edelmetall unter anderem beim Ausbau der Solarindustrie sowie in der Elektromobilität und damit in wachsenden und zusätzlich von der Politik geförderten Branchen. Neben der zu erwartenden steigenden Nachfrage spricht auch die Angebotsseite vorerst für weiter steigendende Silber Kurse.

So ging der Nachschub aus den Minen zuletzt zurück, insbesondere wegen der zwischenzeitlichen Schließungen nach Corona-Ausbrüchen unter den Minenarbeitern. Insgesamt ging deshalb die weltweite Silber Förderung im Jahr 2020 um 6 Prozent auf 780 Mio. Unzen zurück, was die niedrigste Fördermenge seit 2011 bedeutete. Auch die zunehmende Bedeutung für Investoren spielt Silber in die Karten. Im Jahr 2020 erwarben Anleger über Silber-ETCs netto 350 Mio. Unzen. Hinzu kamen noch einmal 237 Mio. Unzen über den Direktkauf von Anlagemünzen und Barren. Das war insgesamt mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr 2019.

Kupfer

An den Rohstoff Börsen sorgte die Kursentwicklung bei Kupfer in den vergangenen Monaten für Furore. Seit den Tiefstständen vom März 2020 haben sich die Notierungen bis zum Februar dieses Jahres verdoppelt und erreichten mit Kursen von zeitweise über USD 9.300 je Tonne das höchste Kursniveau seit dem Jahr 2011. Das Industriemetall gilt seit jeher als Gradmesser für den Verlauf der Weltkonjunktur.

An der beeindruckenden Kurs Rallye zeigt sich dementsprechend, dass die Anleger, auch wegen der jüngst angelaufenen Corona Impfstoff Kampagnen, derzeit zuversichtlich sind, was die weitere Erholung der Weltwirtschaft betrifft. Dementsprechend wird verstärkt auf steigende Kupferpreise gesetzt…

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