Mit Spannung wurden in der vergangenen Woche die Finanzergebnisse von Infineon für das Juni-Quartal (gleichbedeutend mit dem dritten Geschäftsquartal des laufenden Fiskaljahres) erwartet. Das Unternehmen legte am 04.08. die Ergebnisse vor und beantwortete damit die Frage, wie es durch das „Corona-Quartal“ gekommen ist. Dazu später mehr. Die Marktakteure reagierten zunächst durchaus positiv auf die Daten, doch für neuen und vor allem anhaltenden Schwung reichte es nicht. Aktuell scheint bei der Aktie des Technologiekonzerns (WKN: 623100 ISIN: DE0006231004 Ticker-Symbol: IFX) ein wenig die Luft raus zu sein. Neue Impulse müssen demnach her…

Infineon Quartalszahlen im Fokus

Das Unternehmen legte durchaus überraschend positive Zahlen vor. Im Vergleich zum Juni-Quartal 2019 legte Infineon beim Umsatz um knapp 8 Prozent zu. Erzielte das Unternehmen im Juni-Quartal 2019 noch einen Umsatz in Höhe von 2,015 Mrd. Euro, waren es im abgelaufenen Quartal 2020 bereits 2,174 Mrd. Euro. Gleichzeitig wurden damit die Markterwartungen übertroffen. Ein ähnliches Bild bot sich beim Ergebnis. Infineon erzielte im abgelaufenen Quartal ein Segmentergebnis in Höhe von 220 Mio. Euro, lag damit zwar unterhalb des Ergebnisses aus dem Vorjahresquartal (317 Mio. Euro), aber immer noch deutlich besser als im Vorfeld erwartet wurde. Unterm Strich musste der Konzern im Juni-Quartal 2020 einen Nettoverlust in Höhe von -128 Mio. Euro hinnehmen; nach einem Nettogewinn in Höhe von 224 Mio. Euro. In den Daten waren die ersten Effekte aus der Konsolidierung der getätigten Übernahme der Cypress Semiconductor Corporation zu verzeichnen. Nach dem robusten 3. Geschäftsquartal blickt Infineon nun etwas optimistischer auf das im September endende Geschäftsjahr. Für dieses gab Infineon nunmehr ein Umsatzziel in Höhe von 8,5 Mrd. Euro aus. In einer ersten Reaktion legte der Aktienkurs zu. Begleitet wurde dieses von positiven Analystenstimmen. Doch der Vorstoß erlangte keine Durchschlagskraft und droht nun vollends zu verpuffen.

Infineon Chartbild noch nicht geklärt

Den gegenwärtig zentralen Widerstandsbereich unmittelbar vor Augen hätte der Vorstoß das Chartbild klären können, wenn es der Aktie gelungen wäre, auf ein neues 52-Wochen-Hoch auszubrechen. Hierzu hätte der Bereich um 23,5 Euro überwunden werden müssen. Bislang blieb die Aktie erfolglos. Vielmehr setzten Gewinnmitnahmen ein, die bereits mit dem Rutsch unter die 22er Marke das erste charttechnische Porzellan zerschlagen haben. Zudem wurde die Rückkehr in den ehemaligen Aufwärtstrend (rot) verpasst. Der Wert muss nun aufpassen, dass er auf der Unterseite nicht weiter in Bedrängnis gerät. Ein Abtauchen unter die 20,0 Euro würde das Chartbild erheblich eintrüben, wohingegen ein signifikanter Ausbruch über die 23,5 Euro selbiges klären könnte.

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