FRANKFURT (Oder) (dpa-AFX) - Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat den Schutz der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine als gesamtnationale Aufgabe bezeichnet. Angesichts der großen humanitären Katastrophe sei es wichtig, den Menschen Schutz zu geben, sagte Faeser am Freitag in Frankfurt (Oder). Mit Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) informierte sie sich über die Aufnahme ankommender Flüchtlinge. Die Menschen kommen innerhalb Brandenburgs vor allem in der Oderstadt, in Potsdam und Cottbus an, ein zentraler Anlaufpunkt ist aber auch die Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt. Beim Schutz der Menschen müsse auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene eng zusammengearbeitet werden, betonte Faeser.

Auf kommunaler Ebene sei vor allem das Engagement der Ehrenamtlichen zu würdigen, sagte Woidke. "Sie heißen mit großem Herzen die Menschen, die mit traumatischen Erlebnissen hier ankommen, willkommen", sagte er. Es müsse aber auch dafür gesorgt werden, dass die Flüchtlinge besser über das Bundesgebiet verteilt werden. Sie hätten viel durchgemacht und müssten so untergebracht werden, wie sie es verdienten. "Ich halte Messehallen oder Flughallenterminals nicht unbedingt geeignet für eine dauerhafte gute Unterbringung", sagte Woidke./gj/DP/ngu