MANNHEIM (dpa-AFX) - Das dicke Ende der Corona-Krise kommt aus Sicht von Finanzmarktexperten erst noch. Die staatlichen Finanzspritzen stabilisierten die Wirtschaft, hielten auch eigentlich insolvente "Zombie"-Unternehmen künstlich am Leben. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Mannheimer Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter 174 Finanzmarktexperten. Innerhalb der kommenden sechs Monate wird die Zahl der Unternehmenspleiten nach Ansicht von 55 Prozent der Befragten stark, von 43 Prozent leicht ansteigen. Auch werde die Anzahl von "Zombie"-Unternehmen wachsen - nach Meinung von 39 der Befragten stark, von 58 Prozent gering. Grund dafür ist nach Angaben von 61 Prozent das zeitweise Aussetzen der Insolvenzantragspflicht. Die Umfrage wurde im Dezember vorgenommen./jug/DP/eas