Die Hausse im Technologiebereich läuft in atemberaubendem Tempo, doch nicht alle Werte profitieren gleichermaßen von der Kaufstimmung. So tun sich unsere beiden heutigen Protagonisten bereits seit geraumer Zeit schwer mit dem strammen Marschtempo im Technologiebereich. Zuletzt wurde die Lücke immer größer. Bleiben wir zunächst bei der Aktie des Netzwerkspezialisten Cisco Systems (WKN: 878841 | ISIN: US17275R1023 | Ticker-Symbol: CIS).

In unserer letzten Kommentierung (13.08.) zu Cisco Systems hatten wir die frischen Quartalszahlen des Unternehmens ausführlich thematisiert. Die Reaktion des Marktes zeichnete sich da bereits ab. Dabei waren es weniger die Zahlen selbst, die auf die Stimmung der Marktakteure drückten, als vielmehr der verhaltene Ausblick des Unternehmens. Der Rücksetzer hat eine tiefe Kerbe in den Kursverlauf der Aktie geschlagen. Bislang blieben signifikante Erholungsversuche aus. Diese wären aber nötig, um das Chartbild zu stabilisieren. Der Verlust der wichtigen Unterstützungen bei 45,0 US-Dollar und 43,5 US-Dollar sowie das Unterschreiten der 200-Tage-Linie wiegen schwer. Daran wird die Aktie noch eine Weile zu knabbern haben. Auf der Unterseite muss es nunmehr darum gehen, die eminent wichtige Unterstützung bei 40,5 US-Dollar zu verteidigen. Darunter sollte es tunlichst nicht gehen, anderenfalls wäre eine Neubewertung der Lage unausweichlich. Erste Entspannung würde es geben, sollte es der Aktie gelingen, die 45,0 US-Dollar zurückzuerobern. Ganz ähnlich stellt sich gegenwärtig die Situation für die Aktie des Chipproduzenten Intel (WKN: 855681 | ISIN: US4581401001 | Ticker-Symbol: INL) dar.

Intel enttäuschte die Anleger ebenfalls beim Ausblick. Die Reaktion des Marktes fiel entsprechend aus. Die Aktie durchbrach wichtige Unterstützungen. Insbesondere der Verlust der Marke von 56,0 US-Dollar war ein schwerer Rückschlag. Die 38-Tage-Linie und die 200-Tage-Linie wurden darüber hinaus unterschritten. Damit wurden weitere Verkaufssignale generiert. Dass darüber hinaus der eminent wichtige Bereich von 50,0 US-Dollar unterschritten wurde, erhöhte den „Leidensdruck“ der Aktie zusätzlich. Aktuell läuft der Versuch, knapp unterhalb von 50,0 US-Dollar einen Boden auszubilden, doch das Unterfangen wirkt bislang recht fragil, sodass auch ein weiteres Abtauchen des Aktienkurses in Richtung 45,0 US-Dollar nicht auszuschließen ist. Sollte es auch darunter gehen, muss die Lage insgesamt neu bewertet werden. Aus charttechnischer Sicht wäre ein Rutsch unter die 45,0 US-Dollar ein herber Rückschlag. Um auf der Oberseite für Entlastung zu sorgen, muss der Wert zunächst über die 50,0 US-Dollar und später über die 56,0 US-Dollar.

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