Der US-amerikanischer Halbleiterhersteller Intel überrascht aktuell mit einer Reihe positiver Nachrichten. Zum einen hat das Unternehmen ein Statement zur Problematik bei der Chipproduktion angekündigt. Zum anderen soll der erfahrene Tech-Experte Pat Gelsinger der neue CEO der Firma werden. Und ganz nebenbei serviert Intel noch beeindruckende vorläufige Q4-Zahlen. Resultat: Die Aktie geht durch die Decke!

Intel-Aktie im Höhenflug

Seit kurz vor Weihnachten läuft es für das Papier des Chip-Riesen wieder richtig gut. So konnte nicht nur die Unterstützungszone zwischen 43 und 45 Dollar überschritten werden. Die Intel-Aktie schloss sogar die Gap vom  23. Oktober  zwischen 48,67 und 53,07 Dollar. Doch damit noch nicht genug: Mit dem gegenwärtigen Kurssprung schafft es das Papier obendrein zum einen den Widerstand an der 200-Tage-Linie bei 53,45 Dollar zu überwinden. Zum anderen verhilft die aktuelle Nachrichtenlage dem Wertpapier dabei, die große Kurslücke zwischen 52,18 und 59,98 Dollar zu schließen, welche im Juli letzten Jahres entstand. 

Derzeit notiert das Papier in der Nasdaq mit einem Plus von 4,64 Prozent bei 59,59 US-Dollar. 

Neuer Chef – neues Glück?

Der einst unbestrittene Leader in Sachen PC-Mikroprozessoren hat in den letzten Jahren ziemlich an Marktmacht verloren. Intel und Microsoft haben die Computerindustrie lange Zeit weitgehend dominiert. 

Leider verlor Intel mit dem Aufkommen der Smartphones den Anschluss, da sich dafür die Intel-Prozessoren nicht wirklich eigneten. In diesem Bereich war der britische Konkurrent ARM Limited besser spezialisiert und schoss am Kalifornier vorbei. Obwohl Intel im Computerbereich nach wie vor stark geblieben ist, hat das Unternehmen jüngst auch dort schwer mit der Konkurrenz zu kämpfen. 

Nun stellt sich die Frage ob ein Machtwechsel wieder neuen Schwung in das Unternehmen bringen kann. Schon am 15. Februar soll der vom Technologie-Unternehmen VMware, Inc. kommende Patrick Peter Gelsinger den bisherigen Intel-CEO Bob Swan ablösen. Da Gelsinger bereits früher Jahrzehntelang beim Kalifornischen Chip-Hersteller gearbeitet hat, erfüllt er gute Voraussetzungen für diesen Spitzen-Job.