AMSTERDAM (dpa-AFX) - Die Reimann-Familienholding JAB will den Kaffeekonzern JDE Peet's wie erwartet in Amsterdam an die Börse bringen. Dabei sollen über neue Aktien rund 700 Millionen Euro erlöst werden, hinzu komme eine Platzierung von Alteigentümern, wie das Unternehmen am Dienstag mitgeteilt hat. Am Montag hatte bereits die "Financial Times" über die Pläne berichtet. Demnach könnte das Angebot insgesamt bis zu rund 2 Milliarden Euro schwer sein.

Der Mehrheitseigentümer JAB, die von der deutschen Milliardärsfamilie Reimann kontrollierte Holding, wollte dem Bericht zufolge jedoch keine Anteile verkaufen. Über die Bühne gehen soll die Erstnotiz (IPO) je nach Marktlage in den kommenden Wochen.

JAB hatte zur Vorbereitung auf den Börsengang den weltweit zweitgrößten Kaffeeröster Jacobs Douwe Egberts (JDE) mit der US-Kaffeekette Peet's zusammengelegt. Das Unternehmen verkauft Kaffeebohnen und Kapseln unter den Marken Jacobs, Senseo oder Tassimo. Der große Rivale Nestle hatte im ersten Quartal von Hamsterkäufen profitiert und dabei unter anderem auf ein starkes Geschäft mit Kaffee verwiesen.

Der Schokoladenkonzern Mondelez (Milka, Oreo) könnte bei dem Börsengang Informationen der "FT" zufolge seinen Anteil an JDE Peet's reduzieren. Mondelez hält rund 26 Prozent./men/knd/jha/