Obwohl die Idee von MGM Resorts (WKN:880883), Wynn Resorts (WKN:663244) zu kaufen, von Beginn an eher Spekulation als konkretes Vorhaben war, reduzierten sich die Chancen, dass es tatsächlich passiert, praktisch auf null.

MGM verkündete gerade eine Aktienrückkaufermächtigung von 2 Mrd. US-Dollar, und obwohl das Programm nicht garantiert, dass das Geld für Rückkäufe ausgegeben wird, zeigt es ziemlich genau an, dass der Casinobetreiber keine Absicht hat, seinen Rivalen zu kaufen.

Viel für Aktien ausgeben

CEO Jim Murren sagt, dass der genehmigte Betrag nicht nur die finanzielle Stärke von MGM unterstreiche, sondern auch das „anhaltende Engagement des Casinos, Kapital an unsere Aktionäre zu zurückzugeben“.

Hinzu kommt, dass MGM gerade ein separates Aktienrückkaufsprogramm in Höhe von 1 Mrd. US-Dollar abgeschlossen hat.

In Anbetracht der Tatsache, dass es unter dieser Ermächtigung 30 Mio. Aktien zurückgekauft hat, brachte  das Geschäft nicht viel ein, denn der durchschnittliche Kurs pro Aktie lag bei etwa 33 US-Dollar, minimal über dem, wie sie derzeit gehandelt wird. Mit der Verdoppelung der Rückkäufe signalisiert MGM, dass es trotz des Preises mehr an Investitionen in sich selbst als an Wachstum durch Übernahmen interessiert ist.

Die 2 Mrd. US-Dollar stellen mehr als 10 % des Marktwertes der MGM Resorts dar ‒ keine unbedeutende Summe. Wenn MGM erwägen würde, Wynn zu kaufen, würde man zweifellos seine Betriebsmittel für den Kauf aufsparen oder zumindest nicht so viel davon in die eigenen Aktien stecken.

Sich um den eigenen Kram kümmern

Murren hat gesagt, dass der Casinobetreiber, nachdem er in den letzten Jahren 7 Mrd. US-Dollar für den Aufbau seiner Spielinfrastruktur im Inland und in China ausgegeben hat, sich als Nächstes auf die Modernisierung seiner Anlagen konzentrieren werde.

Obgleich Gelegenheiten wie der neue Spielmarkt von Japan dem Management Veranlassung geben könnten, von diesem Plan abzuweichen, möchte man aktuell eher die eigenen Vermögenswerte aufbessern anstatt neue zu kaufen.

Doch nachdem die Vorwürfe etwaigen Fehlverhaltens von Steve Wynn den Resort-Vorsitzenden und CEO aus seinen Positionen gedrängt hatten, schien eine Übernahme auf einmal möglich. Nur weil Murren sagte, es sei unwahrscheinlich, dass MGM ein Gebot abgeben würde, bedeutet das nicht, dass das Casino es nicht tun würde.

Dennoch wäre ein solches Angebot immer riskant. Wynn Resorts wird mit über 21 Mrd. US-Dollar bewertet ‒ ein stolzer Preis für jeden potenziellen Erwerber. Und es gibt auch regulatorische Hindernisse, insbesondere im Hinblick auf China und den lukrativen Markt in Macau, wo die Konzessionäre nur in begrenztem Umfang einen anderen Konzessionär übernehmen dürfen. Da sowohl MGM als auch Wynn dort Lizenzen besitzen ‒ Lizenzen, die in den nächsten Jahren erneuert werden sollen ‒, würde eine Fusion die Prüfung Pekings höchstwahrscheinlich nicht überstehen. Keines der beiden Unternehmen wird seine Position im größten Glücksspielmarkt der Welt gefährden wollen.

Wetten auf sich selbst

Die Aktien von MGM Resorts scheinen im Moment nicht besonders günstig zu sein. Trotz eines Rückgangs von 17 % von einem 52-Wochen-Hoch und von 5 % im bisherigen Jahresverlauf handelt die Aktie mit einem KGV von 33 und einem geschätzten künftigen KGV von 18 für das kommende Jahr. Wynn und Las Vegas Sands handeln mit ähnlichen KGVs.

Aber diese beiden erzielen den größten Teil ihres Umsatzes in China, einem Markt, der sich im Aufschwung befindet, während MGM den größten Teil seines Gewinns in den USA erzielt. Obwohl es seit Jahren auch in Macau präsent ist, kam es zu spät, um in den neueren Stadtteil Cotai zu expandieren, in dem der Aufschwung im Mittelpunkt steht. Sein MGM Cotai Resort wurde erst in diesem Jahr eröffnet, fast 18 Monate nachdem Wynn und Sands dort ihre eigenen Resorts eröffnet hatten.

Es ist nur eine Vermutung, dass MGM die Resorts seiner Rivalen kaufen will, aber durch die Investition in sich selbst scheint MGM der Sache einen Riegel vorgeschoben zu haben.

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The Motley Fool besitzt keine der genannten Aktien. 

Dieser Artikel wurde von Rich Duprey auf Englisch verfasst und am 22.05.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.