Warum ETFs beziehungsweise kostengünstige und passive Indexfonds bekannt sind, das ist definitiv kein großes Rätsel: Diversifiziert über Jahre und Jahrzehnte eine marktübliche Rendite zu generieren ist ein attraktiver Chance-Risiko-Mix. Vor allem für diejenigen, die sich nicht aktiv mit der Auswahl einzelner Aktien beschäftigen wollen.

Aber hast du dich eigentlich gefragt, was langfristig eine marktübliche Rendite bedeutet? Oder, anders gefragt: Ist eine Rendite von insgesamt 100 % über einen Zeitraum von zehn Jahren viel oder wenig? Eine spannende Frage, der wir heute etwas näher auf den Grund gehen wollen.

ETF: 100 % in 10 Jahren, das musst du wissen!

Eine Rendite von 100 % ist für Foolishe Investoren durchaus interessant. Immerhin heißt ein solcher Meilenstein, dass man als Investor seinen Einsatz verdoppelt hat. Und natürlich ist die Frage eigentlich eher ein mathematisches Problem. Möglich ist eine Verdopplung schließlich immer, allerdings eine Frage der Zeit.

Wenn wir jedenfalls eine Rendite von 100 % in zehn Jahren zugrunde legen, so entspräche das einer durchschnittlichen Rendite von ca. 7,17 % pro Jahr. Ist das viel oder wenig, fragst du dich jetzt vielleicht. Auf den ersten Blick erscheint das definitiv nach einer eher konservativen, durchschnittlichen Rendite pro Jahr, die klassische und breit gestreute Indizes wie der MSCI World liefern können. Immerhin rechnen Foolishe Investoren regelmäßig und in Anbetracht der langjährigen Historie solcher marktbreiter Indizes mit einer Mindest-Durchschnittsrendite von 7 % pro Jahr.

Allerdings gibt es dabei ein paar Dinge zu beachten: Ein Zeitraum von zehn Jahren ist nicht unbedingt bestens geeignet, um eine durchschnittliche Rendite zu erzielen. In zehn Jahren können die Börsen möglicherweise auch mal stark schwanken oder steigen, was die Rendite positiv oder auch negativ beeinflussen kann. Das heißt, ein Abweichen vom Durchschnittswert ist definitiv möglich. Eine Verdopplung innerhalb von zehn Jahren kann daher ein grober Orientierungswert sein. Foolishe ETF-Investoren wissen jedoch, dass das nicht zwingend das Ergebnis sein muss.

Es könnte mehr drin sein …!

Trotzdem sollten wir an dieser Stelle auch erwähnen, dass mehr drin sein könnte. Auch hierbei gilt natürlich die Prämisse, dass es gewisse Unwägbarkeiten gibt. Sowie dass die reale, marktbreite Rendite innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren von ihrer Durchschnittsrendite abweicht. Trotzdem, rein rechnerisch können ETF-Investoren auch mehr erreichen.

Der marktbreite S&P 500 als einer der renditestärksten und trotzdem gut strukturierten Indizes hat es historisch gesehen auf eine Rendite von knapp über 9 % pro Jahr gebracht. Das heißt, dass dieser Index statistisch gesehen in zehn Jahren auf eine Gesamtrendite von 136 % käme. Damit würde die Marke von 100 % getoppt werden können.

Auch das ist wiederum ein Beispiel dafür, dass eine höhere Rendite wichtig sein kann und jeder Prozentpunkt zählt. Es bleibt schließlich nicht bei einer Renditedifferenz von 36 % nach zehn Jahren. Nein, sondern das exponentielle Wachstum führt langfristig zu einer deutlich größeren Lücke.

ETF: Spannende Rechenbeispiele!

Wie wir letztlich jedoch sehen können, ist eine Durchschnittsrendite von 100 % in zehn Jahren absolut möglich. Wobei Foolishe passive Investoren nicht zwingend den Durchschnitt erwarten sollten, sondern sich eher hieran orientieren. Trotzdem zeigen diese Zahlen insgesamt: Das langfristige Investieren in ETF ist definitiv lukrativ. Es könnte jedoch ratsam sein, die eigene Rendite zu optimieren. Wer das schafft, der kann rein rechnerisch nämlich mehr als eine Verdopplung alle zehn Jahre herausholen.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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