ROM (dpa-AFX) - Italien will ukrainischen Geflüchteten Zugang zu Arbeit und Schulausbildung eröffnen. Mit einem Antrag auf Aufenthaltsgenehmigung könnten die Menschen selbstständig, angestellt oder saisonal arbeiten, sagte Ministerpräsident Mario Draghi am Mittwoch in der Abgeordnetenkammer - der größeren des Zwei-Kammern-Parlaments. Junge Ukrainer sollten ihre Schulausbildung fortsetzen können. Dazu seien Richtlinien verbreitet worden, um ihre Integration auch unter Einbezug der ukrainischen Gemeinde vor Ort zu fördern.

Mit Blick auf die Corona-Pandemie erklärte Draghi, sofern die Flüchtlinge keinen Impfschutz hätten, müssten sie entweder alle 48 Stunden einen Corona-Test machen oder einer Impfung zustimmen. Nach Daten des Innenministeriums seien bislang rund 23 870 Menschen aus der Ukraine in Italien angekommen. Mehr als 90 Prozent sind laut Draghi Frauen und Kinder. Der Großteil kommt demnach über die italienisch-slowenische Grenze./jon/DP/ngu