TOKIO (dpa-AFX) - Japans zuletzt deutlich gestiegene Industrieproduktion ist im Juli gesunken, dürfte in den nächsten Monaten aber weiter anziehen. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (Meti) am Dienstag auf Basis vorläufiger Daten bekanntgab, sank der Ausstoß im Juli im Vergleich zum Vormonat um 1,5 Prozent. Viele Ökonomen hatten allerdings mit einem etwas höheren Rückgang gerechnet. Im Vormonat war die Industrieproduktion der vor Deutschland drittgrößten Volkswirtschaft der Welt nach revidierten Daten um 6,5 Prozent gestiegen. Die Konzerne erwarten, dass es auch im August sowie September weiter aufwärts geht: Im August rechnen sie mit einem Anstieg um 3,4 Prozent und im Monat darauf um 1,0 Prozent, wie das Ministerium weiter mitteilte.

Die Arbeitslosenrate sank derweil im Juli leicht auf 2,8 Prozent nach 2,9 Prozent im Vormonat. Auf 100 Jobsuchende entfielen 115 freie Stellen, wie das Arbeitsministerium bekanntgab. Japans Wirtschaft war im zweiten Quartal dieses Kalenderjahres wieder leicht gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach vorläufigen Daten auf das Jahr hochgerechnet um 1,3 Prozent. Teile des Inselreiches, darunter Tokio, befinden sich weiterhin im Corona-Notstand. Experten erwarten, dass es noch Jahre dauern wird, bis sich die Wirtschaft vollständig von den Auswirkungen der globalen Pandemie erholen wird./ln/DP/zb