Die aktuelle Korrektur als Folge des neuartigen Coronavirus, fallender Ölpreise und überzogener Bewertungen hat viele Investoren verschreckt. Gerade jüngere Investoren, die noch Jahrzehnte von ihrem Ruhestand entfernt sind, sollten sich jetzt allerdings hüten, ihre Aktien zu verkaufen.

Stattdessen sollten sie Ausschau nach starken Wachstumsunternehmen halten, die ein disruptives Geschäftsmodell und breite Burggräben haben. Diese Aktien können sich langfristig vervielfachen und dich zum Millionär machen – solange du bereit bist, die kurzfristigen Schwankungen auszuhalten.

Hier sind drei Wachstumsaktien, die einen näheren Blick verdienen: Twilio (WKN: A2ALP4), Square (WKN: A143D6) und CyberArk (WKN: A12CPP).

1. Twilio

Twilios Cloud-Dienstleistungen decken Text- und Sprachnachrichten, Mails, Videos und andere Inhalte für mobile Apps ab. Entwickler fügen ihren Apps ein paar Codezeilen hinzu, um diese Services an Twilio auszulagern, was einfacher und günstiger ist, als all diese Dienste von Grund auf zu entwickeln. Twilio besitzt in dieser Nische den Erstanbietervorteil und ist durch die Übernahmen kleinerer Unternehmen wie Beepsend, Ytica, SendGrid und Teravoz gewachsen.

Die Nachfrage nach Twilios Dienstleistungen – die etwa von Airbnb, Lyft und Twitter genutzt werden – nimmt dramatisch zu. Die gesamten Umsätze explodierten im letzten Jahr um 75 % auf 1,13 Mrd. US-Dollar. Der „Basisumsatz“ (der nur Einnahmen aus Verträgen besteht, die mindestens 12 Monate lang laufen) stieg um 79 % auf 1,09 Mrd. US-Dollar. Die dollarbasierte Nettoexpansionsrate, die das Wachstum je existierendem Kunden misst, nahm ebenfalls um 136 % zu.

Twilio ist noch nicht profitabel und der operative Verlust legte von 115,2 Mio. US-Dollar in 2018 auf 369,8 Mio. US-Dollar in 2019 zu. Dieses Jahr sollen die Umsätze um 30 bis 31 % steigen. Die Aktie ist mit dem Neunfachen der diesjährigen Umsätze bewertet und sieht damit immer noch nicht wirklich günstig aus.

Das Wachstum bei mobilen Anwendungen sollte Twilios Wachstum in absehbarer Zukunft jedoch hoch halten. Irgendwann könnten Skalenvorteile einsetzen und dafür sorgen, dass Twilio in die schwarzen Zahlen kommt. Das Unternehmen genießt außerdem einen großen Vorsprung gegenüber Herausforderern wie Nexmo von Vonage. Der Wettbewerb sollte das Wachstum demnach nicht ausbremsen.

2. Square

Square hat traditionelle Kassensysteme mit einem einfachen Payment-Service, der über Smartphones und Tablets läuft, revolutioniert. Das Unternehmen nutzte seinen Vorteil als Pionier und band die Händler mit zusätzlichen Services wie Analyse-Tools, E-Commerce-Plattformen, Gehaltsmanagement, Kleinkreditangeboten und mehr an sich. In die gleiche Kerbe schlägt die Cash App, mit der Peer-to-Peer-Zahlungen, Käufe von Kryptowährungen und kostenloser Aktienhandel möglich sind.

Square wuchs schnell, indem das Unternehmen kleine Händler an sein Payment-Ökosystem band, während die Mehrwertdienste den Umsatz je Kunde nach oben treiben. Die Umsätze stiegen (wenn man den Verkauf des Lieferdienstes Caviar an DoorDash herausrechnet) im letzten Jahr um 45 % auf 4,57 Mrd. US-Dollar an. Das Transaktionsvolumen, der addierte Wert aller Zahlungen auf der Square-Plattform, stieg um 25 % auf enorme 106,2 Mrd. US-Dollar. Größere Händler standen für 55 % dieser Summe.

Square ist auf Basis einheitlicher US-Rechnungslegungsstandards (Generally Accepted Accounting Principles, kurz GAAP) nicht profitabel, doch das bereinigte Ergebnis je Aktie – das aktienbasierte Vergütung und Einmaleffekte herausrechnet – soll dieses Jahr um 13 bis 18 % steigen. Die Umsätze sollen, unter Nichtberücksichtigung von Caviar, um 33 % zunehmen.

Squares Aktie ist mit dem Neunfachen der diesjährigen Umsätze und dem fast 80-Fachen der Gewinnerwartungen nicht unbedingt günstig bewertet. Doch die starke Bindung der Händler an sein Ökosystem und das Wachstum der Cash App – die PayPals Venmo in den USA letztes Jahr in den Downloads überholte – dürften diese Bewertung rechtfertigen.

3. CyberArk

CyberArk ist ein israelisches Cybersicherheitsunternehmen, das sich auf interne Gefahren – etwa Unternehmensspionage und unvorsichtige Mitarbeiter – fokussiert. Wenn ein internes Datenleck entdeckt wird, sperrt der CyberArk-Dienst die Systeme und identifiziert das Problem. CyberArk bedient derzeit über 5.300 Unternehmen weltweit. Mehr als 50 % der Fortune-500-Unternehmen und 30 % der Global-2000-Unternehmen zählen hierzu.

CyberArks Umsätze stiegen letztes Jahr um 26 % auf 433,9 Mio. US-Dollar. In allen Regionen der Welt erzielte das Unternehmen ein zweistelliges Wachstum. Asien-Pazifik-Japan war mit 54 % Wachstum ganz vorne mit dabei.

Anders als Twilio und Square ist CyberArk profitabel, sowohl auf bereinigter als auch auf GAAP-Basis. Das hat das Unternehmen seiner starken Kostenkontrolle und der konservativen aktienbasierten Vergütung zu verdanken. Das GAAP-Jahresergebnis stieg 2019 um 34 % auf 63,1 Mio. US-Dollar, das Non-GAAP-Ergebnis legte sogar um 41 % auf 107,9 Mio. US-Dollar zu.

CyberArk erwartet für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum von 18 bis 20 %. Das bereinigte Ergebnis soll aufgrund höherer Investitionen dagegen um 14 bis 18 % fallen. Dieser vorübergehende Einbruch hielt Bullen davon ab, die Aktie mit ihrer Nachfrage zu überrennen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von unter 40 auf Basis der für dieses Jahr erwarteten Gewinne sieht die Aktie vernünftig bewertet aus. CyberArk könnte immer noch viel Wachstum vor sich haben, da Datenlecks immer häufiger werden. Zudem könnte das Unternehmen für größere Akteure wie Cisco ein interessantes Übernahmeziel sein.

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Leo Sun besitzt Aktien von Cisco Systems und Square. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von PayPal Holdings, Square, Twilio und Twitter. The Motley Fool empfiehlt CyberArk Software und empfiehlt die folgenden Optionen: Short März 2020 70 $ Puts auf Square.

Dieser Artikel erschien am 11. März 2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2020

Autor: Leo Sun, The Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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