BERLIN (dpa-AFX) - Vor den Corona-Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder hat sich der Chef der Jungen Union, Tilman Kuban, gegen Schulschließungen gewandt. "Es ist richtig, für das Offenhalten der Schulen zu kämpfen", sagte der Vorsitzende der Nachwuchsorganisation von CDU und CSU den Partner-Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (Montag). "Wir müssen sehr genau darauf achten, dass auch Kinder aus nicht ganz so gut situierten Familien eine Chance haben, und die leiden häufig am meisten unter Schließungen."

Kuban forderte zudem mehr Anerkennung für das Verhalten der Jugend in der Pandemie. "Die junge Generation verhält sich dabei in der großen Mehrheit sehr vernünftig. Ich hoffe, dass dieser Beitrag von der älteren Generation gewürdigt wird." Die Jüngeren würden durch ihren Verzicht viel zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen.

Der Bund will die Kontaktbeschränkungen schon vor Ablauf des Teil-Lockdowns im November drastisch verschärfen, die Schulen sollen aber grundsätzlich weiter offen gehalten werden. Das geht aus dem Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes für die Video-Konferenz von Merkel mit den Ministerpräsidenten am Nachmittag hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt./wn/DP/nas