KASSEL (dpa-AFX) - Höhere Verkaufszahlen und Kalipreise haben den Dünger- und Salzkonzern K+S <DE000KSAG888> im zweiten Quartal angetrieben. Rückenwind lieferte der gesunkene Eurokurs, dank dessen von US-Dollar-Erlösen nach der Umrechnung mehr übrig bleibt. Dieser positive Effekt dürfte 2019 Produktionsausfälle wegen einer Instandhaltungspause in kanadischen Kaliwerk sowie die Vorsicht aufgrund des chinesischen Importstopps für Kaliumchlorid mehr als ausgleichen, teilte der MDax-Konzern <DE0008467416> am Donnerstag in Kassel mit.

Konzernchef Burkhard Lohr rechnet 2019 daher nun mit einem operativen Ergebnis (Ebitda) von 730 bis 830 Millionen Euro, nachdem er bisher 700 bis 850 Millionen angepeilt hatte. Die Mitte des neuen Ausblicks von 780 Millionen Euro liegt allerdings unter der durchschnittlichen Schätzung von Analysten.

Im abgelaufenen zweiten Jahresviertel steigerte K+S den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf 879 Millionen Euro. Während der Umsatz über der mittleren Analystenschätzung lag, fiel das operative Ergebnis trotz eines überproportionalen Anstiegs um 24 Prozent auf 130 Millionen etwas niedriger aus als gemeinhin erwartet. Nach 270 Millionen Euro im ersten Quartal ist in Summe aber immerhin mehr als die Hälfte des mittleren Ebitda-Jahresziels erreicht.

Mit dem Gewinnwachstum kam es auch zu einem besseren freien Mittelfluss: K+S erzielte in den drei Monaten bis Ende Juni einen sogenannten bereinigten Free Cashflow von 102 Millionen Euro nach einem Minus von 49 Millionen Euro vor einem Jahr. Ob in den verbleibenden sechs Monaten noch mehr hinzukommt, ist allerdings offen. So peilt das Management für 2019 einen Wert von mindestens 100 Millionen Euro an./mis/stw/he