Die CureVac-Aktie (WKN: A2P71U) kann sich langsam aus dem Kurstief herausarbeiten. Inzwischen kostet die Aktie schon wieder 58,30 Euro (Stand: 02.09.2021) und damit fast 50 % mehr als noch vor wenigen Wochen. Die anfängliche Enttäuschung über die verhältnismäßig geringe Wirksamkeit des Corona-Impfstoffes CVnCoV scheint inzwischen etwas in den Hintergrund gerückt zu sein. Der Fokus liegt nun voll auf der Zukunft. Denn schon bald könnten die klinischen Tests mit dem vielversprechenden Impfstoff der zweiten Generation CV2CoV beginnen.

Hat CureVac damit jetzt vielleicht doch noch die Chance, an den Konkurrenten BioNTech (WKN: A2PSR2) und Moderna (WKN: A2N9D9) vorbeizuziehen?

CureVac konzentriert sich auf die Zukunft

CureVac ist im vergangenen Jahr mit einer ordentlichen Portion Euphorie an der Börse begrüßt worden. Immerhin haben die Tübinger schon früh mit der Entwicklung eines Impfstoffes auf Basis der mRNA-Technologie begonnen. Die Euphorie wurde letztendlich aber durch enttäuschende Studienergebnisse getrübt. Nach Bekanntgabe hat die Aktie innerhalb eines Tages etwa die Hälfte an Wert eingebüßt. Und das aus gutem Grund. Ursprünglich war der Impfstoff als fester Bestandteil der deutschen Impfkampagne eingeplant. Milliardenumsätze wären praktisch garantiert gewesen. Dieser Traum ist aber quasi über Nacht geplatzt und hat die Bewertung des Unternehmens in die Tiefe gerissen.

Aber CureVac hat noch einen weiteren Impfstoff mit dem Namen CV2CoV in der Pipeline. Dieser soll eine deutlich bessere Wirksamkeit gegen die zahlreichen Mutanten des Coronavirus aufweisen. Erste Ergebnisse aus Tierversuchen haben bereits vielversprechende Ergebnisse geliefert.

Aktuell plant CureVac den Beginn der klinischen Studien im vierten Quartal. Sollte sich die Wirksamkeit in dieser Studie bestätigen, könnte der neue Impfstoff im kommenden Jahr von den Behörden zugelassen werden. Falls CureVac im zweiten Anlauf mehr Erfolg haben sollte, könnten sich die hohen Erwartungen beim Börsenstart letztendlich vielleicht doch noch erfüllen.

Auch jetzt, nach dem heftigen Kurssturz, ist CureVac an der Börse noch mit mehr als 10 Mrd. Euro bewertet. Hier zeigt sich die immer noch große Hoffnung auf einen erfolgreichen Impfstoff. Darüber hinaus entwickelt CureVac aber auch noch eine ganze Reihe weiterer Impfstoffe und Immuntherapien. Beispielsweise findet sich in der Pipeline ein Influenzaimpfstoff auf mRNA-Basis sowie zahlreiche Krebsimmuntherapien und viele weitere Impfstoffe.

Milliardenumsätze inzwischen unwahrscheinlicher

Aber reicht das aus, um die Konkurrenz in Bezug auf den Aktienkurs noch einzuholen? Vermutlich nicht … Auch wenn CureVac mit CV2CoV nun der große Wurf gelingen sollte, ist es unwahrscheinlich, dass das Unternehmen damit noch Umsätze in der Größenordnung der Konkurrenz erzielen kann. Denn BioNTech und Moderna haben bereits milliardenschwere Lieferverträge für das nächste Jahr und teilweise sogar darüber hinaus in der Tasche. Zudem lässt das Impftempo in vielen Ländern bereits nach, sodass die Nachfrage nach einem weiteren Impfstoff vermutlich deutlich geringer sein wird, als sie es noch vor wenigen Monaten war.

Der Artikel Kann die CureVac-Aktie noch an BioNTech vorbeiziehen? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Moderna.

Motley Fool Deutschland 2021

Autor: Dennis Zeipert, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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