Wachstumsaktien und passives Einkommen: Passt das zusammen? Natürlich können auch trend- und wachstumsstarke Aktien früher oder später zu profitablen Konzernen heranreifen und beispielsweise eine Dividende bezahlen. Aber: Das soll heute explizit nicht unser Fokus sein.

Nein, es soll in der Praxis darum gehen, ob noch nicht profitable, junge, dynamische Wachstumsaktien ein passives Einkommen ermöglichen können. Wobei gerade hier Theorie und Praxis möglicherweise sehr, sehr deutliche Unterschiede aufzeigen.

Wachstumsaktien & passives Einkommen: Die Theorie

Die Theorie zu Wachstumsaktien und zum Aufbau eines passiven Einkommens könnte lauten: Ja, es ist möglich. Im Endeffekt erhalten wir als Investoren auch bei diesem Ansatz schließlich eine Rendite. Wenn in einem diversifizierten Portfolio der Wert langfristig orientiert steigt, könnten wir konsequent einen Teil entsparen.

Es ist im Endeffekt ein ähnliches Schema wie das, mit einem ETF ein passives Einkommen aufzubauen. Die jährlichen Wertsteigerungen bei Wachstumsaktien könnten dabei als Rendite entspart werden. Gerade hier könnte die Rendite im Querschnitt derart hoch sein, dass sogar ein höheres Einkommen möglich ist.

Allerdings ist es hier gerade wichtig, zwischen Theorie und Praxis zu unterscheiden. Dann könnten Foolishe Investoren erkennen, dass das möglicherweise doch nicht so einfach ist. Zumindest stabile Einkünfte zu erzielen ist mit wachstumsstarken Aktien alles andere als einfach. Das hängt mit einem Grund zusammen.

Wenn die Volatilität ein Problem wird

Warum sich Wachstumsaktien möglicherweise nicht für den Aufbau eines passiven Einkommens eignen, hängt mit der Volatilität zusammen. Grundsätzlich sind viele Aktien und breite Märkte natürlich auch volatil. Allerdings: Bei wachstumsstarken Aktien ist das in der Regel stärker der Fall.

Beim Entsparen ist das wiederum ein Problem. Wenn der Wert eigentlich kaum stabil ist, kann man Wachstumsaktien leider nicht gut entsparen. Wertschwankungen von teilweise 10, 20 oder 30 % innerhalb von Wochen oder wenigen Monaten können dazu führen, dass Entsparraten zu ungünstigen Zeiten zu viel Kapitel aufbrauchen. Auch wenn eine Korrektur oder ein Crash das ganze Segment trifft, könnte das problematisch sein.

Insofern glaube ich: Wachstumsaktien sind nicht sonderlich geeignet für passives Einkommen. Konservative, diversifizierte Wege wie ETFs oder Dividendenaktien sollten hier das Mittel der Wahl sein. Wachstumsstarke Aktien sind eher für einen klassischen Buy-and-Hold-Ansatz das Richtige. Auch, beziehungsweise gerade, um langfristig orientiert die Volatilität auszugleichen und den Zinseszinseffekt seine Arbeit verrichten zu lassen. In diesem Segment braucht es schließlich manchmal Zeit, bis die Investoren erstarkende Geschäftsmodelle würdigen. Mit regelmäßigen Einkünften hat das leider wenig zu tun.

Der Artikel Kann man aus Wachstumsaktien passives Einkommen erzielen? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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