NURSULTAN (dpa-AFX) - Die zentralasiatische Republik Kasachstan erinnert an diesem Montag mit einem nationalen Trauertag an die Toten der Corona-Pandemie. Hinter der offiziellen Statistik stünden persönliche Schicksale, sagte Präsident Kassym-Schomart Tokajew im Vorfeld. Viele Familien hätten Todesfälle zu beklagen. "Das ist eine Tragödie für uns alle." Die Krankheit werde auch weiterhin Menschenleben fordern, sagte er. "Wir setzen unseren Kampf gegen das Coronavirus aber fort." Am Mittag (Ortszeit) sollte es eine landesweite Schweigeminute geben.

Das ölreiche Kasachstan ist in der zentralasiatischen Region besonders stark vom Coronavirus betroffen. Offiziellen Angaben zufolge haben sich bislang mehr als 58 000 Menschen infiziert, mehr als 280 sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Seit einer Woche ist das öffentliche Leben erneut stark eingeschränkt, um eine Ausbreitung von Sars-CoV-2 zu verhindern.

Auch andere Staaten in der Region wie Usbekistan, Kirgistan und Tadschikistan haben mit vielen Infektionsfällen zu kämpfen. Nach offiziellen Angaben der jeweiligen Behörden wurden bislang mehr als 81 000 Erkrankungen bestätigt. Allein im autoritär geführten Turkmenistan gibt es laut offizieller Darstellung bislang keinen Corona-Fall. Das wird aber etwa von Menschenrechtlern angezweifelt./cht/DP/zb